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Soziales

14.02.2020

Inklusionsrat für Nördlingen gegründet

In Nördlingen gibt es einen neuen Inklusionsrat (hinten von links): Günter Schwendner (Beisitzer), Karl Essig (Beisitzer), Leo van Bree (Beisitzer), (vorne von links) Petra Ragginger (Beisitzerin), Matthias Küffner (Vorsitzender), Franziska Schweikert (stellvertretende Vorsitzende)
Bild: Rudi Scherer

Vorsitzender ist Matthias Küffner, seine Stellvertreterin Franziska Schweikert. Was ihr Anliegen ist

In Nördlingen ist ein Inklusionsrat gegründet worden. Das teilt die Stadtverwaltung mit. Der Rat ist Nachfolger des Projektes „Wir für Menschen“. Die Gründungsversammlung fand im Technologie Centrum Westbayern (TCW) statt. „Wir für Menschen“ war in den Jahren 2017 und 2018 von der Aktion Mensch gefördert worden.

Der Inklusionsrat Nördlingen macht es sich laut Pressemitteilung zur Aufgabe, die Interessen von Menschen mit Behinderungen und deren Angehörigen gegenüber der Stadt Nördlingen, ihrer Dienststellen und Einrichtungen zu vertreten. Der Rat ist ein ehrenamtliches, unabhängiges und nicht weisungsgebunden tätiges Gremium zur Wahrnehmung der Belange der Menschen mit Behinderungen in der Stadt und soll darüber hinaus aktiv zu einer behindertengerechten Kommunalpolitik beitragen. Durch seine empfehlende Funktion möchte der Rat die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen, die barrierefreie Gestaltung, Ausstattung und Pflege des Sozialraums sowie die Mitwirkung bei öffentlichen Veranstaltungen zur Barrierefreiheit verbessern und gewährleisten.

Während der konstituierenden Sitzung wurde Matthias Küffner zum Vorsitzenden des Rates gewählt. Der gebürtige Nördlinger wurde 1973 mit einer spinalen Muskelatrophie geboren. Er ist beatmungspflichtig und kann sich selbst nicht bewegen, deshalb ist er rund um die Uhr auf Assistenz- und Pflegekräfte angewiesen.

Inklusionsrat für Nördlingen gegründet

Franziska Schweikert, die zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde, absolviert derzeit das Studium Hörakustik/Audiologie: „Aus Erfahrung mit meinem eigenen Handicap ist mir Inklusion und Barrierefreiheit auf allen Ebenen ein besonderes Anliegen und ich freue mich deshalb, den Inklusionsrat aktiv unterstützen zu können.“ Als Beisitzer wurden Karl Essig (stellvertretender Vorsitzender VdK Ortsverband Nördlingen), Petra Ragginger (Betroffene und Beraterin im Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund), Günter Schwendner (Geschäftsführer der Lebenshilfe Donau-Ries) und Leo van Bree (Geschäftsführer der MEBA Biogas GmbH) gewählt. Organisatorische und Verwaltungstätigkeiten werden von der Lebenshilfe Donau-Ries übernommen.

Nach der Wahl bedankte sich Küffner bei den Anwesenden für das Vertrauen: „Es gibt viele Projekte, Ideen und Anregungen, die Barrierefreiheit in der schönen Stadt Nördlingen zu verbessern.“ Oberbürgermeister Faul bezeichnete diesen Moment als „historisch wertvoll und als große Chance für die Stadt“: „Es ist gut und richtig, dass der Rat und der Vorstand paritätisch zusammengesetzt sind.“ Im Haushaltsplan der Stadt werde nun ein jährliches Budget von 1000 Euro für integrative Maßnahmen des Rates eingestellt, die für Projekte des Inklusionsrates verwendet werden können. Noch im Februar trifft sich der Vorstand zu einem ersten Brainstorming. Die nächste Sitzung des Gesamtrates ist ebenfalls in Kürze angedacht.

Falls Sie weiteres Interesse oder Anregungen an den Rat haben, können Sie den Inklusionsrat per eMail unter inklusionsrat@noerdlingen.de erreichen. https://www.noerdlingen.de/bildung-soziales/inklusionsrat/

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