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Pflaumloch

16.10.2018

Investoren wollen Solarpark errichten

Im Gewerbegebiet „Lachwiesen“ in Pflaumloch könnte auf einer 1,2 Hektar großen Fläche ein Solarpark entstehen.
Bild: Matthias Becker, Symbolbild

Zwischen Pflaumloch und Nördlingen sollen auf einer Fläche von 1,2 Hektar Photovoltaikanlagen entstehen. Einige Riesbürger Gemeinderäte haben bei dem Projekt Bedenken.

Am Rand des Riesbürger Ortsteils Pflaumloch Richtung Nördlingen soll eine 1,2 Hektar große Freiflächen-Photovoltaikanlage entstehen. Der Gemeinderat befasste sich in seiner jüngsten Sitzung mit dem Vorhaben zweier ortsansässiger Investoren.

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Zwei Grundstücken im Gewerbegebiet „Lachwiesen“ sind für die Anlage vorgesehen. Der produzierte Strom soll in das Netz des Ellwanger Energieversorgers EnBW ODR eingespeist werden. Die vorgesehene Höhe der Solar-Modultische beträgt 3,80 Meter. Unter den Modulen wird Dauergrünland angelegt. Die Grundstücksfläche muss mit einer zweireihigen Hecke umrandet werden. Einige Gemeinderäte äußerten Bedenken wegen der Höhe der Module. Weil noch Diskussionsbedarf besteht, wurde der Beschluss über die Einleitung des erforderlichen Bebauungsplanverfahrens auf die nächste Sitzung vertagt. Zuvor wollen die Gemeinderäte noch ein vergleichbares Projekt in der Region besichtigen, um sich ein persönliches Bild von einer solchen Anlage machen zu können. Erst danach können die Investoren in die konkrete Planung einsteigen.

Vorgestellt hat Bürgermeister Willibald Freihart in der Sitzung den Vorentwurf für den Vermögenshaushalt des Jahres 2019, in dem die vorgesehenen Investitionen der Kommune enthalten sind. Größtes Projekt ist der Neubau des Feuerwehrgerätehauses und des Bauhofes, deren Finanzierung auf die Jahre 2018 bis 2020 verteilt wird. Für das Kombigebäude ist eine Gesamtsumme von rund drei Millionen Euro brutto an Baukosten veranschlagt. Zur Deckung des Etats benötigt die Gemeinde Freihart zufolge nach derzeitigem Stand einen Kredit von 491.000 Euro. Dadurch ergebe sich zum Ende des Jahres 2019 eine Pro-Kopf-Verschuldung von 896 Euro.

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Gemeinderat Helmut Gritzbach äußerte sich kritisch hinsichtlich dieses Betrages. „Mir gefällt die Entwicklung der Schulden nicht“, meinte er. Wenn die Gemeinde mit dem derzeitigen Investitionstempo weitermache, würde die Pro-Kopf-Verschuldung weiter ansteigen. Rathauschef Freihart zeigte Verständnis für die Bedenken seines Stellvertreters. Allerdings hätten er und seine Verwaltung die finanzielle Entwicklung genau im Auge. „Wenn kein Spielraum für Investitionen besteht, tätigen wir auch keine oder verschieben sie. Das ist relativ einfach“, so Freihart.

Als erfreulich wertete der Bürgermeister die rege Nachfrage nach Baugrundstücken im Wohngebiet „Schlagäcker“ in Utzmemmingen. Hier würde 2019 dessen weitere Erschließung mit Kosten von 720.000 Euro zum Tragen kommen. Diese Summe refinanziere sich jedoch durch die Bauplatzverkäufe.

Zugestimmt hat der Gemeinderat der Bestellung einem Datenschutzbeauftragten für die Gemeinde. Es handelt sich um den Beauftragten des Landratsamtes Ostalbkreis, Martin Brandt. Laut Freihart wird Brandt 25 bis 30 Stunden pro Jahr für Riesbürg tätig sein. Der finanzielle Aufwand liege dafür bei rund 2000 Euro.

Bisher kaum angenommen werde in der Gemeinde Riesbürg die sogenannte verlässliche Grundschule, also die Betreuung der Schüler vor und nach dem Unterricht, bedauerte Bürgermeister Willibald Freihart. Er gehe jedoch davon aus, dass die Resonanz im Laufe der Zeit größer werde.

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