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Verkehrsstatistik

25.02.2015

Jeden Tag kracht es viermal im Ries

An der Nordumgehung Nördlingen bleibt das Überholverbot bestehen.
Bild: William Harrison

Im Jahr 2014 gab es auf den Straßen 1407 Verkehrsunfälle. Die Anzahl ist zwar gesunken, aber die Folgen werden drastischer

Nördlingen Die Polizeiinspektion Nördlingen hat im vergangenen Jahr 1407 Verkehrsunfälle aufgenommen. Die Unfallzahlen sind damit leicht rückläufig, 2013 waren es noch 1441. Allerdings, so schildert Walter Beck, Leiter der PI Nördlingen, sind erneut mehrere schwerere Unfälle zu verzeichnen: Zwei Verkehrstote und 241 Verletzte waren 2014 zu beklagen. Die Anzahl der schwer verletzten Verkehrsteilnehmer stieg um rund 23 Prozent von 55 auf 68. Traurige Aktualität obendrein: Bereits in den ersten drei Wochen des Jahres 2015 sind auf Rieser Straßen zwei Unfälle mit tödlichem Ausgang passiert.

Eigens beobachtet wurde die Nordumgehung Nördlingens. Dort soll das Überholverbot erhalten bleiben.

Kurz zusammengefasst ergib sich aus der Nördlinger Unfallstatistik folgender Überblick:

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Im Durchschnitt ereignen sich auf Rieser Straßen vier Unfälle täglich.

Knapp 60 Prozent aller Verkehrsunfälle sind „Bagatell-Unfälle“, bei denen lediglich geringer Sachschaden entstand.

Bei jedem siebten Verkehrsunfall im Ries wurde mindestens eine Person verletzt.

Zahlreiche Verstöße gegen die Gurtanlegepflicht wurden festgestellt. Viele Fahrer wurden zudem bei der Handynutzung ohne Freisprecheinrichtung ertappt.

Die Zahl der Unfallfluchten ist leicht rückgängig.

Die Zahl der Geschwindigkeitsunfälle sank von 106 auf 77, das entspricht 27 Prozent. Das Hand-Lasermessgerät war über 280 Stunden im Einsatz, 20 Prozent häufiger als 2013. Das hat laut Polizeichef Walter Beck Wirkung gezeigt: „Bei den Geschwindigkeitskontrollen mit Laser-Handmessgeräten sind im Ries im Jahr 2014 zwar knapp 230 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt und entsprechend mit Verwarnungsgeld oder Bußgeld geahndet worden, jedoch sind das weniger als in den Vorjahren. Allerdings sind viele der schweren Verkehrsunfälle nach wie vor auf nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen.“ Aktuell nennt Beck dazu den tödlichen Verkehrsunfall vor Weihnachten am Hohenaltheimer Kreisel und der ebenfalls tödliche Unfall im Januar 2015 bei Alerheim. Aufgrund dieser Zahlen werde die konsequente Geschwindigkeitsüberwachung in Zusammenarbeit mit der Verkehrspolizeiinspektion Donauwörth fortgeführt.

Insgesamt waren im vergangenen Jahr 14 Verkehrsunfälle auf Alkoholeinfluss zurückzuführen. Beck gibt zu bedenken: „Mehr als 100 Fahrzeugführer wurden wegen Fahrens unter Drogen- und Alkoholeinfluss rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen, ohne dass es zu folgenschweren Unfällen kam.“ Bemerkenswert sei, dass in den vergangenen fünf Jahren die Alkoholunfälle sukzessive zurückgegangen seien. Das sei auf die Polizeikontrollen sowie aber auch auf die Vernunft der Verkehrsteilnehmer zurückzuführen.

Junge Fahranfänger im Alter von 18 bis 24 Jahre waren im vergangenen Jahr an 120 Verkehrsunfällen beteiligt. Die jungen Erwachsenen hatten etwas mehr als die Hälfte selbst verursacht. Jeder vierte Unfall geht dabei auf nicht angepasster Geschwindigkeit zurück. Beck: „Die Beteiligung junger Fahranfänger ist zwar rückläufig, allerdings sind sie gerade bei den schwereren Unfällen überrepräsentiert.“ Bei den Unfällen mit Beteiligung von Fahranfängern wurden 85 Personen verletzt, in sechs Fällen war Alkohol im Spiel.

259 Wildunfälle wurden angezeigt, im Vorjahr waren es 262. Einen Höchststand mit 323 Fällen hatte es im Jahr 2012 gegeben.

Nachdem die Unfallfluchten im Vorjahr drastisch auf 271 Fälle anstiegen waren, wurde 2014 ein Rückgang um knapp zehn Prozent registriert. Die Polizei konnte knapp ein Drittel aufklären, oft wegen aufmerksamer Zeugen. (RN)

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