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Glaube

27.06.2017

Johannes Huber zum Priester geweiht

Johannes Huber ist in Augsburg zum Priester geweiht worden. Sein Diakonatspraktikum absolvierte er in der Pfarreiengemeinschaft Wallerstein. 
Bild: Rimkus

Im Augsburger Dom empfing der Tannhausener das Sakrament der Priesterweihe

Johannes Huber aus Tannhausen ist im voll besetzten Augsburger Dom von Bischof Konrad Zdarsa zum Priester geweiht worden. Mit ihm haben vier weitere Diakone aus dem Bistum Augsburg und ein Diakon für die geistliche Familie „Das Werk“ in Bregenz durch Handauflegung und Gebet die Priesterweihe empfangen.

In seiner Predigt ermunterte der Bischof die Weihekandidaten in ihrem priesterlichen und seelsorgerlichen Dienst „ganz und ausstrahlend“ für die Gläubigen da zu sein. Im Hinblick auf die Leitung einer Pfarrei sei es für einen Pfarrer „wichtiger, an wenigen Punkten ganz und ausstrahlend da zu sein, als an allen Punkten eilig und halb. Wichtiger ist, wie ich als Priester lebe, als das, was ich als Priester tue“, betonte Bischof Zdarsa. Auch wenn es für die Leitung der Gemeinde immer einen „Geistlichen, ebenso wie die Hinführung zu einer lebendigen Beziehung zu Jesus“ brauche, so sei dies „nicht nur ein Auftrag an die Priester, sondern auch eine Herausforderung an die anderen Gläubigen“.

Auch in kleinen, überschaubaren Pfarreien sei der Priester nicht rund um die Uhr und überall verfügbar gewesen, wenn er seinen priesterlichen und seelsorgerlichen Dienst ernst genommen habe, stellte der Bischof gegenüber den zahlreichen Gläubigen im Augsburger Dom fest.

Im Blick auf die Vorbereitung der Gläubigen auf den Empfang der Sakramente forderte Bischof Zdarsa von seinen Mitbrüdern im geistlichen Dienst eine noch viel mehr der einzelnen Person zugewandte Seelsorge: „Mit unbeseelten, jahrgangsweisen Firmungen und gemeinschaftlich gefeierten Krankensalbungen kommen wir diesem Bedürfnis nicht nach“, sagte der Bischof.

Während der Weihehandlung traten die Kandidaten einzeln vor den Bischof und versprachen ihre Bereitschaft zum priesterlichen Dienst. Als Zeichen der Beauftragung und der Mitteilung des Heiligen Geistes legte der Bischof ihnen die Hände auf. Die anschließende Handauflegung durch die Weihbischöfe und alle anwesenden Priester verdeutlichte die Aufnahme der Neugeweihten in das Presbyterium, die Gemeinschaft aller Priester. Die Weihehandlung war von einigen ausdeutenden Riten begleitet: das Anlegen der priesterlichen Gewänder, die Salbung der Hände durch den Bischof, das Überreichen von Brot und Wein und die Umarmung der Neupriester durch den Bischof. Am Schluss der Heiligen Messe spendeten die Neugeweihten ihren ersten priesterlichen Segen, den Primizsegen. Johannes Hubers Heimatpfarrei ist die Pfarrei Sankt Lukas Tannhausen. Nach dem Albertus-Magnus-Gymnasium in Rottweil studierte Huber katholische Theologie in Augsburg und Rom. Sein Diakonatspraktikum absolvierte er in der Pfarreiengemeinschaft Wallerstein. (ij)

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