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Kleinerdlingen

28.03.2015

Keine Chance auf Tempo 80

Tempo 80 auf der B 466 durch Kleinerdlingen? Das kommt wohl nicht.
Bild: Marcus Merk.

Die Bundesstraße, die durch Kleinerdlingen führt, macht vielen Bürgern dort Sorgen. Doch die Stadt Nördlingen kann nur wenig dagegen tun.

Es gab Gesprächsbedarf. Draußen, vorm Gemeindezentrum, waren alle Parkplätze belegt, drinnen drängten sich die Menschen an den Tischen eng beisammen, um noch einen Sitzplatz zu erhalten. Immerhin: Sitzen konnte bei der ersten Bürgerversammlung in Kleinerdlingen seit 2012 am Ende jeder. Reden auch, darum ging es schließlich: Dass die Bürger sich beteiligen und der Verwaltung von ihren Wünschen und Problemen vor Ort berichten.

Viele Probleme der Kleinerdlinger, das wurde klar, hängen mit dem Straßenverkehr zusammen. Da ist vor allem die Bundesstraße 466. Die führt Autofahrer am Rande Kleinerdlingens entlang. Also nicht mitten durch den Ort, aber recht nahe an einer Wohnsiedlung vorbei. Hier ist Tempo 100 erlaubt, eine gefährliche Sache, wie eine Frau anmerkte, die sich um die Kinder sorgte. „Die Straße ist nicht nur laut, sondern auch gefährlich.“ Zumal viele Autofahrer in dem Bereich zu schnell unterwegs seien. Die Frau wollte wissen, ob die Chance bestehe, die erlaubte Höchstgeschwindigkeit an der Stelle gesetzlich zu reduzieren.

Die Antwort, die Nördlingens Oberbürgermeister Hermann Faul, ihr gab, war kurz und eindeutig. Es habe dazu schon einmal eine Anfrage gegeben, und: „Diese Anfrage ist vom Staatlichen Bauamt abgelehnt worden.“ Und das entscheide in dem Fall. Damit gaben sich die Bürger im Saal freilich nicht zufrieden. Bei Löpsingen sei der Verkehr an einer vergleichbaren Stelle auf Tempo 80 reduziert, wandte eine Frau ein, das müsse doch auch in Kleinerdlingen möglich sein.

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Dieses Mal antwortete Jürgen Landgraf, Ordnungsamtsleiter der Stadt Nördlingen. In Löpsingen habe es auf der Bundesstraße viele Unfälle gegeben, dort hätte man tätig werden müssen. In Kleinerdlingen gebe es auf der Strecke hingegen tolle Sichtverhältnisse, außerdem sei dort absolut kein Unfallschwerpunkt. Das Staatliche Bauamt entscheide in dieser Sache, nicht die Stadt Nördlingen, und die Behörde handle nach festen Kriterien. Seien diese erfüllt, gebe es einen Tempo-80-Bereich. Ansonsten eben nicht. Den Einwand einer Bürgerin, ob man denn immer erst darauf warten müsse, dass etwas passiert, bevor man reagiere, bügelte Landgraf als „Totschlagargument“ ab. „Dann müsste man überall Tempo 80 einführen“, sagte er, „denn Unfälle könnte es überall geben.“

Ein weiteres Thema war die Parkplatzsituation in der Erninger Straße. Dort parkten die Leute die Straße zu, bemängelte ein Bürger, er komme mit seinem Schlepper kaum durch. Zwar parkten die Autofahrer dort legal, doch Pflöcke vor den Grundstücken machten es ihnen schwer, so zu stehen, dass sie nicht den fließenden Verkehr behinderten. Ordnungsamtsleiter Landgraf versprach, sich die Situation einmal vor Ort anzuschauen.

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