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Stabenfest

11.05.2015

Kinder lasst die Schule sein

Zum Stabenfest gehört eine echte Stabenwurst (von links): Felix und Philip Raffalt.
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Zum Stabenfest gehört eine echte Stabenwurst (von links): Felix und Philip Raffalt.

Wie die Kleinen und die Großen diesen besonderen Montag in Nördlingen erleben: Stabenwurst und Stabenlieder...

Es gibt Tage, da zieht es die Nördlinger heim. Selbst, wenn sie am schönen Bodensee leben – so wie Christiane Grunert. Doch beim Stabenfest muss die gebürtige Nördlingerin dabei sein. Mit den beiden Söhnen Jonas und Niklas und ihrem Mann Ludwig steht sie am Montagmorgen vor dem Reimlinger Tor an der Straßenseite und wartet, dass es endlich los geht. „Als kleines Mädchen war ich super aufgeregt“, erinnert sie sich. Ein Fest für die Kinder sei der Stabenmontag, eines, bei dem alle mitmachen. Und schon sind die ersten Klänge des Stabenliedes zu hören.

Singend ziehen die rund 2000 Kinder durch das Reimlinger Tor, vorneweg die Knabenkapelle, dahinter der Verein Alt Nördlingen, dann die Kleinsten bis hin zu den Großen von den weiterführenden Schulen, dazwischen immer wieder Musikkapellen. Es geht durch die geschmückten Straßen der Nördlinger Innenstadt, die Drehergasse, die Eisengasse bis zum Marktplatz. Dort huldigen die Kinder traditionell dem Rat der Stadt. Mittendrin stehen zwei, die einen Leiterwagen gezogen haben: Tim und Florian. Beide gehen auf die Montessori-Schule in Deiningen, Tim in die zweite, Florian in die vierte Klasse. Und damit ist der zweite der beiden schon seit drei Jahren dabei. „Da muss man nix lernen, nur laufen“, meint er verschmitzt. Und das mit dem Leiterwagen sei ja auch nicht so anstrengend gewesen. Am meisten freut Florian sich auf den Besuch auf der Kaiserweise: „Da fahre ich dann Boxauto.“

Oberbürgermeister Hermann Faul erinnert die Erwachsenen in seiner Rede an ihre eigene Kindheit, an ihre eigenen Erlebnisse beim Stabenfest – unvergesslich seien die für viele: „So soll es auch den Kindern gehen.“ Leider können seine Rede viele, die weiter weg vom Podium stehen, nur schlecht hören. Gemeinsam singen die Kinder das Rieser Heimatlied, kräftig unterstützt von Vertretern aus Politik und Bildung auf dem Podium.

Anschließend geht es weiter in Richtung Kaiserwiese, der Nördlinger Stadtrat reiht sich in den Umzug vorne mit ein. Dort wird noch einmal gesungen – bevor die Kinder entweder auf dem Rummel eine wilde Fahrt wagen, den Stab hinauf zu den bunten Umschlägen klettern – oder einen Ball werfen – so, wie die sechs Jahre alte Kimberley Baar aus Baldingen. „Das war heute sehr schön“, sagt sie. Besonders der Umzug habe ihr gefallen. Dort durfte sie die Blumen streuen, die ihr die Oma extra in einem Körbchen mitgegeben hatte: „Jetzt esse ich noch eine Stabenwurst.“

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