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Dürrenzimmern

14.03.2016

Kleine Kirche kommt groß raus

Armin Diener (links) mit Reinhold Hertle und weiteren Pfarrern des Oettinger Dekanats sowie Dürrenzimmerner Kirchenvorständen bei der Einweihung der neu renovierten St.-Gallus-Kirche.

Für über eine halbe Million Euro wurde die Dürrenzimmerner St.-Gallus-Kirche renoviert. Was alles gemacht wurde.

Nach langer und kostenintensiver Renovierung weihten Dekan Armin Diener und Pfarrer Reinhold Hertle die St.-Gallus-Kirche in Dürrenzimmern am vergangenen Sonntagnachmittag mit einem festlichen Gottesdienst wieder ein. Dazu füllten viele Dorfbewohner und Gäste die kleine Kirche bis über den letzten Sitzplatz hinaus. Mussten doch auch Posaunenchor unter Leitung von Daniel Rehle, Kirchenchor unter Thomas Pichl und Kinderchor unter Barbara Lechner Platz finden, um ihre Musikstücke darzubringen.

„Jetzt, da alles gerichtet und neu gestrichen ist, gehen wir noch lieber in unsere kleine Kirche“, sagte Pfarrer Hertle im Gottesdienst. Und Oettingens Dekan Armin Diener dankte allen, die dafür mitgeholfen und gespendet hatten. Unter der Regie der Kirchenvorsteher Friedrich Angerer und Martin Rau erbrachten viele ehrenamtliche Helfer über 1200 Stunden an Eigenleistungen. Nach Abschluss der Maßnahmen dürfte deren Zahl auf rund 1500 angewachsen sein.

Vor der Kirche hatten Architekt Heinz Schmitzer und Leni, die Tochter von Ortssprecher Markus Hager, den Schlüssel an Pfarrer Hertle überreicht. Und nach dem Gottesdienst ging es mit den Festgästen noch zu einem Empfang ins benachbarte Gemeindezentrum. Bei diesem ließ man noch einmal das umfangreiche Baugeschehen um die Kirche aus dem Mittelalter Revue passieren.

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Bereits seit einem Jahrzehnt hatte man sich Gedanken um eine Sanierung gemacht, nachdem Risse in den Mauern und statische Probleme aufgetreten waren. Dafür musste die Längsseite der Empore mit dicken Balken abgestützt und der angefügte Unterbau der Außentreppe saniert werden. Die Elektrik war veraltet und während der Renovierung fiel auch noch auf: Wichtige Balkenenden an Empore und im Dachstuhl waren morsch. Die Wände im Turm, in den schon ein Ringanker aus Beton eingezogen worden war, mussten stabilisiert, mehrere Firstziegel auf dem Kirchturm erneuert werden.

Nach ersten Voruntersuchungen genehmigte im Dezember 2014 die Landeskirche die Renovierung mit einem Kostenrahmen von 560500 Euro (ohne Voruntersuchungen). Die eigentliche Renovierung begann Ostern 2015 mit Eigenleistungen, wie dem Abbruch der Außentreppe und dem Abbau der Orgel. Zwei Fledermausarten im Dachstuhl unterbrachen die Arbeiten bis zum August, danach ertüchtigte man verschiedene Bereiche der Kirchenmauern und des Turms statisch, besserte den Dachstuhl aus und deckte Kirchenschiff sowie Sakristei neu. Letztlich folgten auch um die Kirche noch Eigenleistungen, wie die Pflasterung des Weges.

Die Renovierung ist für die Kirchengemeinde Dürrenzimmern ein finanzieller Kraftakt, denn nur etwa zur Hälfte werden die Baumaßnahmen von der evangelischen Landeskirche finanziert. Auch nach Zuschüssen von dritter, staatlicher und städtischer Seite bleibt für diese in Zukunft ein stattlicher Betrag zu schultern.

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