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29.07.2010

Konjunkturpaket hilft Handwerkern durch die Wirtschaftskrise

Für sein langjähriges Ehrenamt wurde Josef Schuh (Dritter von links) geehrt: hier zusammen mit den anderen Ehrengästen (von links): Hans-Peter Rauch, Peter Schiele, Werner Luther, Karl Kratochvil und Hans Jürgen Graf. Foto: Packheiser
Bild: Packheiser

Dillingen/Donauwörth Um den "Wert der Hände Arbeit" ging es im Hotel Dillinger Hof: Dort fand die diesjährige Mitgliederversammlung der Kreishandwerkerschaft Nordschwaben - vertreten durch die Obermeister der einzelnen Innungen - statt. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Diskussion aktueller Themen und Probleme sowie die Ehrung langjährig tätiger Meisterkursdozenten.

Bedeutung für die Ökonomie

Peter Schiele, stellvertretender Landrat im Kreis Donau-Ries, betonte den Stellenwert der guten Zusammenarbeit zwischen dem Gewerbe und den kommunalen Einrichtungen. Das Handwerk besitze eine enorme Bedeutung für die gesamte Ökonomie: "Handwerkliche Berufe sind ein stabilisierender Faktor für die Wirtschaft und stehen für Qualität, Unternehmergeist und Innovation." Dabei sei es wichtig, dass auch künftig im Bereich der Investitionen und der Ausbildung nicht gespart werde, um weiterhin Arbeitsplätze zu schaffen und Führungskräfte heranzuziehen. Auch das ehrenamtliche Engagement im Rahmen der Kreishandwerkerschaft sei ausdrücklich zu würdigen.

Hans-Peter Rauch, Vizepräsident der Handwerkskammer (HWK) für Schwaben, sagte, es sei von Bedeutung, auch auf dem Land mehr Vertreter gewerblicher Berufe in öffentliche und politische Gremien zu bringen: "Die Fachleute an der Basis müssen gestärkt werden, da sie das wegweisende Potenzial des Handwerks am besten nach außen vertreten." Auf dieser Grundlage wolle Rauch im Rahmen einer Imagekampagne "in die Offensive gehen" und das Handwerk zum Wohle der Allgemeinheit weiter nach vorne bringen.

Konjunkturpaket hilft Handwerkern durch die Wirtschaftskrise

Aufgaben für die Zukunft

Kreishandwerksmeister Karl Kratochvil betonte ebenfalls die beispielhafte Kooperation der Politik mit den Handwerksgremien. Er glaube, dass das Handwerk die Wirtschaftskrise durch das "Konjunkturpaket II" gut überstehen kann, worin sich die größere Stabilität der Branche im Vergleich zur Industrie zeige.

Als Problempunkt benannte er allerdings "verkehrsrechtliche Genehmigungen" bei Behörden. Lange Wartefristen würden einzelne Kostenpunkte unnötig in die Höhe treiben. Deswegen seien einheitliche Richtlinien und Sätze seitens der Landratsämter wünschenswert.

Auch über Qualität und Fristen im Rahmen von Ausschreibungen der öffentlichen Hand wurde diskutiert: Der Auftragsbestand einzelner Unternehmen müsse besser berücksichtigt werden, da zu enge Zeitpläne die Betriebe überlasten und die Qualität beeinflussen, so Kratochvil weiter. Zudem sollten "Wertungskriterien" wie Ausbildung, Ökologie, Ökonomie und Regionalität ein höherer Stellenwert eingeräumt werden. Der mangelnden Ausbildungsfähigkeit mancher Jugendlicher könne mit individuellen Fördermaßnahmen entgegengewirkt werden.

Die silberne Ehrennadel der Schwäbischen Handwerkskammer für über 20 Jahre ehrenamtliches Engagement und Dozententätigkeit an der Dillinger Meisterschule erhielten Manfred Loch (in Abwesenheit) und Josef Schuh. Rauch lobte ihren "Dienst an der Gesellschaft durch die Ausbildung von Nachwuchskräften".

Zudem wurde ein Beschluss über die Zukunft des "Haus des Handwerks" gefasst: Die bereits früher erfolgte Entscheidung zum Verkauf wurde einstimmig zurückgenommen. Stattdessen soll das Gebäude saniert werden, wozu ein Bauausschuss gegründet und ein Energieberater konsultiert wird.

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