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Veranstaltungen

26.02.2019

Konsulin, Konzerte und ein Pessachmahl

Was der Freundeskreis der ehemaligen Synagoge Hainsfarth anbietet

Das Jahresprogramm der Veranstaltungen des Freundeskreises der ehemaligen Synagoge Hainsfarth hat mit der Buchlesung „Schonzeit vorbei“ von Juna Grossmann bereits im Januar in der Nördlinger Alten Schranne begonnen.

Für ein besonderes Konzert konnte der Freundeskreis für Donnerstag, 14. März, 19 Uhr, das Jewish Chamber Orchester München gewinnen. Mit dem Baritonsänger Ludwig Mittelhammer widmet es sich in erster Linie dem Komponisten Gustav Mahler (1860–1911) und seinen „14 Liedern und Gesängen aus der Jugendzeit“ (1880/91). Der Dirigent Daniel Grossmann wird dessen Biografie und dieses Werk vorstellen. Interessant ist Mahlers Beziehung zum Judentum und seine Abkehr von der Religion seiner Vorfahren.

Am Samstag, 27. April, findet um 18 Uhr in der Synagoge Hainsfarth ein „Seder-Abend“ statt. Das jüdische Fest erinnert an die Befreiung des Volkes Israel aus der ägyptischen Sklaverei. Der Freundeskreis lädt zur Teilnahme an einem originalen Pessachmahl, bei Mazze und koscherem Wein ein, bei musikalischer Gestaltung durch Kantor Nikola David.

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Am Sonntag, 5. Mai, stellen um 16 Uhr die „Nördlinger Musikanten“ jüdische Texter und Komponisten vor, die in den „Goldenen Jahren“ nach dem ersten Weltkrieg mit Schlagern und Liedern die Unterhaltungsmusik in Deutschland mitbestimmten, im Nazireich aber verfemt wurden. Werner Eisenschink (Akkordeon), Jochen Gericke (Zither), Ernst Mayer (Gesang) und Christoph Lambertz (Bass, Volksmusikberater für Schwaben) laden das Publikum ein, die Melodien mitzusingen.

Über die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Hainsfarth hält am Montag, 28. Mai, um 19 Uhr Gerhard Beck, der Archivar der beiden fürstlichen Archive von Oettingen-Wallerstein und Oettingen-Spielberg, einen Vortrag. Noch heute erinnern die Synagoge, der Friedhof, die jüdische Schule und die neu entdeckte Mikwe an die Geschichte.

Am Dienstag, 4. Juni, 19 Uhr, spricht Generalkonsulin des Staates Israel, Sandra Simovic, über die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte in Israel sowie über die deutsch-israelischen Beziehungen. 1948 proklamierte David Ben-Gurion die Staatsgründung. Im Jahr 2019 wird der Staat Israel deshalb 71 Jahre alt.

Klezmermusik ist das Ertasten der Welten zwischen West und Ost, die das Ensemble „Schmitts Katze“ am Sonntag, 14. Juli, 19 Uhr, auf vielfältige Weise zu Gehör bringen wollen, mit melancholischen und fröhlichen jiddischen Liedern. „Schmitts Katze“: Matthias Grob – Klarinette, Marcel Largé – Mandoline, Gitarre, Mandola, Christian Hartung – Geige, und Armin Griebel: Kontrabass.

Am Dienstag, 15. Oktober, um 19 Uhr findet ein Konzert vergessener jüdischer Komponisten wie Hans Gál, Max Stern, Laurence Sherr, Ernest Bloch statt, präsentiert von der international konzertierenden amerikanischen Cellistin Rebecca Rust und dem ehemaligen Solofagottisten der Münchner Philharmoniker, Friedrich Edelmann. Dazu lesen Ingrid Wörlen und Werner Eisenschink Ausschnitte aus der Neuerscheinung „Stolperstein“, von Julie Freestone & Rudi Raab.

Die Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht beendet mit einer musikalischen Umrahmung durch das Schulorchester des Albrecht-Ernst-Gymnasium Oettingen, Leitung Günter Simon, am Samstag, 9. November, um 19 Uhr, das Jahresprogramm. Es wird auch auf der Webseite www.synagoge-hainsfarth.de und regelmäßig in den RN aktualisiert. (emy)

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