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16.02.2010

Kosmetik fährt klimafreundlich mit dem Zug

Nördlingen/Wassertrüdingen Die Firma Henkel hat wie geplant ihre Kosmetik-Transporte von und nach Wassertrüdingen von der Straße auf die Schiene verlagert. Die Transporte übernimmt die in Nördlingen ansässige BayernBahn GmbH.

In der Rekordzeit von nur vier Monaten wurden am Produktionsstandort Wassertrüdingen und im Logistikzentrum Monheim bei Düsseldorf die nötigen Gleisanschlüsse gebaut oder erweitert. Allein in Wassertrüdingen investierte Henkel 1,4 Millionen Euro in den Ausbau des bestehenden Werksanschlusses, den Neubau der Verladehalle sowie in die nötigen Umbauarbeiten.

Nachdem das Schwarzkopf & Henkel-Werk Wassertrüdingen bereits in den vergangenen Jahren Alkohole durch die BayernBahn GmbH auf der Schiene zugestellt bekam, konnte im Januar mit einem Vorabbetrieb der Kosmetik-Transporte begonnen werden. In Zukunft sollen rund 86 000 Tonnen Fertigprodukte jährlich vom Produktionsstandort Wassertrüdingen ins Kosmetik-Logistikzentrum nach Monheim bei Düsseldorf gefahren werden. Das bedeutet nach Rechnung der BayernBahn 3000 Lastkraftwagen weniger auf den umliegenden Straßen und bis zu 7000 Tonnen weniger CO2-Emissionen pro Jahr: "Rund 1,25 Millionen Straßenkilometer werden durch die Umlagerung auf die Bahn auf gut 125 000 Bahnkilometer reduziert."

Jetzt wurde offiziell der Fertigprodukte-Verkehr im Schwarzkopf & Henkel-Werk Wassertrüdingen eröffnet. An dem Festakt nahmen unter anderem Henkel-Manager Dr. Stefan Huchler, CSU-Bundestagabgeordneter Josef Göppel, Landrat Rudolf Schwemmbauer, Wassertrüdingens Bürgermeister Günther Babel, BayernBahn-Geschäftsführer Andreas Braun und Werkleiter Christian Bauer teil.

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Bei den Ansprachen hob Henkel-Manager Huchler hervor, dass es nichts helfe, nur Klimagipfel abzuhalten, sondern dass auch etwas getan werden müsse. Deshalb denke man bei Henkel bereits darüber nach, wie die Anlieferung von Rohstoffen für die Produktion noch verstärkt auf die Schiene verlagert werden könne.

Anerkennung gab es auch vom CSU-Bundestagabgeordneten Josef Göppel, der bei der Warentransportverlagerung auf die Schiene von einer "zukunftsorientierten Investition" sprach. Er bedankte sich bei der BayernBahn GmbH und dem Wassertrüdinger Stadtrat, dass sie immer an der Priorität des Gleisanschlusses festgehalten hätten.

Mittelfristig auch wieder Personenverkehr?

Landrat Rudolf Schwemmbauer sprach von einem "denkwürdigen Tag" und sah in der Ausweitung des Güterverkehrs auch eine Chance, auf der Strecke Nördlingen-Gunzenhausen mittelfristig wieder öffentlichen Personennahverkehr anbieten zu können. Dazu habe der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg bereits angeboten, die notwendige Potenzialanalyse in die eigene Planung aufzunehmen und so das Projekt weiter voranzutreiben.

Weiterer Ausbau angestrebt

Andreas Braun, Geschäftsführer der BayernBahn, zeigte sich über die derzeitigen Entwicklungen sehr erfreut und möchte den Schienenverkehr auf den Strecken von Nördlingen nach Dombühl sowie nach Gunzenhausen zusammen mit den ansässigen Firmen und Gemeinden weiter ausbauen. (RN)

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