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05.02.2015

Kosten für Hubschrauber heben ab

Ein Rettungshubschrauber der ADAC-Luftrettung soll im Sommer dieses Jahres in Westmittelfranken und im Landkreis Donau-Ries fliegen. Doch noch ist die Finanzierung nicht geklärt.

Ein Rettungsheli soll ab Sommer auch im Landkreis Donau-Ries fliegen. Doch da die Kassen sich aus einem Grund querstellen, fehlen dafür noch 1,3 Millionen Euro.

Im Sommer dieses Jahres soll der neue Rettungshubschrauber von Dinkelsbühl-Sinbronn aus abheben und die Notfallversorgung in Westmittelfranken und im Landkreis Donau-Ries aus der Luft gewährleisten. Die dazugehörige Rettungsstation ist inzwischen im Rohbau fertig. Doch es gibt ein großes Problem: Die Finanzierung ist immer noch nicht geklärt. Es fehlen 1,3 Millionen Euro.

Ursache für die Misere sind die Baukosten von rund vier Millionen Euro. Veranschlagt waren lediglich 2,6 Millionen, von denen der Freistaat Bayern und die Krankenkassen jeweils 1,3 Millionen tragen sollten. Der Ansbacher Landrat und Vorsitzende des Rettungszweckverbandes, Jürgen Ludwig ( CSU), erwartet vor diesem Hintergrund von den Kostenträgern einen höheren Beitrag, sonst müsste die „Region“ die fehlenden 1,4 Millionen aufbringen, wie er sich ausdrückt.

Doch die Kassen stellen sich quer. Sie gingen davon aus, dass der Kostenrahmen weitgehend eingehalten würde, wie dies bei einem vergleichbaren Projekt, einer neuen Rettungsstation in Weiden in der Oberpfalz, der Fall gewesen sei. Ihre Zusage, die Hälfte der Investitionskosten zu übernehmen, basierte auf den geplanten 2,6 Millionen Euro. Deswegen würde man sich gegen einen höheren Anteil sperren, argumentierten die Kassenvertreter seither. Landrat Ludwig hatte in der Vergangenheit von ihnen immer wieder gefordert, sie sollten sich stärken finanziell beteiligen.

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Wie brisant die Angelegenheit ist, macht eine Anfrage unserer Zeitung beim Rettungszweckverband in Ansbach deutlich, der im dortigen Landratsamt seine Geschäftsstelle hat. „Bezüglich der Finanzierung laufen derzeit Gespräche mit den Kassen“, erklärte Pressesprecherin Carolin Emmert lapidar. Der Betrieb könne wie geplant im Sommer aufgenommen werden. Auch von den Kassen war zum Stand der Verhandlungen mit dem Zweckverband nichts zu erfahren. Beobachter gehen allerdings davon aus, dass sich beide Seiten in absehbarer Zeit auf einen Kompromiss einigen werden. Betrieben wird die Rettungsstation in Dinkelsbühl von der ADAC-Luftrettung, die aus der Ausschreibung als Sieger hervorgegangen ist. Der Heli, eine Maschine von Typ EC135 von Airbus Helicopters in Donauwörth, werde von 7 Uhr morgens bis nach Sonnenuntergang in Einsatz sein, wie Katharina Luca von der ADAC-Pressestelle auf Anfrage sagte.

„Christoph 65“, so die künftige Bezeichnung, wird als schneller Notarztzubringer zum jeweiligen Einsatzort und für den raschen Transport von Notfallpatienten in die Krankenhäuser eingesetzt. Neben dem Piloten sind ein Notarzt und ein Notfallsanitäter an Bord. Mehrere Crews teilen sich die Dienste. Mit dem neuen Rettungsheli in Sinbronn wird die letzte Versorgungslücke in der Luftrettung innerhalb Bayerns geschlossen. Er soll im Radius von 60 Kilometer rund um Dinkelsbühl seine Einsätze fliegen, die von der Integrierten Leitstelle in Ansbach koordiniert werden. Mit 50 Helikoptern an 36 Stationen ist die ADAC Luftrettung die größte zivile Luftrettungsorganisation in Deutschland.

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