Fußball-Relegation

26.05.2017

Kreisliga, wir kommen!

Spieler, Betreuer, Funktionäre und Fans des TSV Hainsfarth feierten gestern Abend in Lutzingen den Wiederaufstieg in die Kreisliga Nord. Der TSV gewann das entscheidende Relegationsspiel überlegen mit 5:0.
Bild: Marcus Merk

Der TSV Hainsfarth feiert am Freitagabend in Lutzingen einen überlegenen 5:0-Erfolg gegen den SSV Neumünster-Unterschöneberg. Daniel Hensolt trifft dabei dreimal.

Von Oliver Reiser

Hainsfarth/Lutzingen Der TSV Hainsfarth hat die Rückkehr in die Kreisliga Nord geschafft. Im entscheidenden Relegationsspiel am Freitagabend gegen den SSV Neumünster-Unterschöneberg siegten die Nordrieser klar mit 5:0. Die Mannschaft von der äußersten westlichen Augsburger Landkreisgrenze hatte gegen den Vizemeister der Kreisklasse Nord 1 nicht den Hauch einer Chance.

Da konnten die vielen Fans des SSV Neumünster-Unterschöneberg noch so lange „hier regiert der SSV“ skandieren, das Kommando auf dem Platz hatte der TSV Hainsfarth. Fast ein Klassenunterschied. Gegen die wesentlich bessere Spielanlage, die körperliche Überlegenheit und Schnelligkeit versuchte der Vizemeister der Kreisklasse West 2 zunächst nur, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Doch nach 14 Minuten war es bereits passiert. Florian Hensolt hatte sich gegen den unorthodox aus seinem Tor eilenden Mathias Kempter durchgesetzt und die Kugel kullerte Richtung Tor. Thomas Wink kratzte sie zwar noch von der Linie, doch anstatt den Ball irgendwo ins Nirwana zu dreschen, vertändelte er das Leder wieder und der Hainsfarther bedankte sich mit dem 0:1. Die einzige SSV-Chance der ersten Halbzeit hatte Simon Weschta, der eine Flanke von Pascal Schrodi aus spitzem Winkel direkt auf TSV-Keeper Maximilian Jung schoss (19.).

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Als die Neumünsterer Hintermannschaft nach einem schnell ausgeführten Freistoß nicht im Bild war und Daniel Hensolt mühelos zum 0:2 einschoss (26.), reagierte SSV-Spielertrainer Johannes Walter und wechselte sich selbst sowie Patrick Neubauer ein. Dass Walter schonwenige Minuten später mit einem Muskelriss wieder runter musste, und sich Anton Fritz in der Nachspielzeit der ersten Hälfte bei einem weiten Ball gewaltig verschätzte, so dass Daniel Hensolt freie Bahn zum 0:3 hatte, zeigte, dass es ein gebrauchter Tag für die Zusamtaler war. „Solche Fehler darf man nicht machen“, konstatierte Altenmünsters Bürgermeister Bernhard Walter, während die Hainsfarther Fans schon sangen: „Ihr könnt nach Hause fahren.“

Ganz so weit war es noch nicht, denn der SSV kratzte unter der permanenten Anfeuerung seiner Anhänger nochmals all seine Körner zusammen. Außer einem Kopfball des unermüdlichen Simon Weschta, der am Außennetz landete (55.), sprang jedoch nichts heraus. Nach einem Foul an David Lörcher hätte es an anderen Tagen vielleicht Strafstoß geben können (64.). So nutzte Daniel Hensolt, der ehemalige Torjäger des Landesligisten TSV Nördlingen, den vierten Fehler – diesmal von Lörcher – zum 0:4 (73.) und drei Minuten vor Schluss lief Nico Leister von der Mittellinie aus auf und davon und netzte zum 0:5 ein. Der Neumünsterer Freude war endgültig Ernüchterung gewichen..

TSV Hainsfarth: Jung – Härtle, Schneid, L. Hertle, N. Hensolt, Sitta, Leister, Hoffmann, D. Hensolt, D. Hertle, F. Hensolt. (Handel, Gramm, Berger)

Zuschauer: 600 in Lutzingen.

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