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Krone Oettingen: Jetzt muss die Bürgermeisterin liefern

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Kommentar Von Verena Mörzl
05.04.2019

Nach der Zusage für die Zehn-Millionen-Förderung für die Krone hat die Stadt viel zu tun. Fehler aus der Vergangenheit gilt es, zu vermeiden.

Dass Oettingen den Zuschlag im Bundes-Förderprogramm „Nationale Städte des Städtebaus“ bekommen hat, ist ein beispielloser Glücksgriff für die Stadt, den sie Bundestagsabgeordnetem Ulrich Lange und seinem Bemühen zu verdanken hat. Ein Sechser im Lotto ist die fast zehn Millionen Euro hohe Förderung allerdings nicht.

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Mindestens genauso viel Arbeit, wie Lange hinter sich hat, kommt nun auf Oettingens Bürgermeisterin Petra Wagner zu. Denn einige entscheidende Punkte müssen noch geklärt werden. Zur wichtigsten Aufgabe gehört es, die Eigentümerfrage der Krone zu klären. Konkret heißt das: Die Stadt Oettingen muss das Hotel der Familie Seebauer kaufen. Sie muss die Planung für die Sanierung der Krone übernehmen und einen Antrag stellen.

Es ist zu hoffen, dass das nicht ganz einfache Verhältnis zwischen Stadt und Seebauer nicht zum ersten Fallstrick wird. Er hat sich in der Vergangenheit oft im Stich gelassen gefühlt. Hat um einen runden Tisch gebeten, den es nach seinen Vorstellungen nie gegeben hat. Das muss sich mit der neuen Lösung nun ändern. Das Wichtigste sind klare Verhältnisse. Auf die Stadt kommt ein langer Weg zu. Denn die Frage: „Was passiert danach?“ steht unweigerlich im Raum. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie liegen noch nicht vor.

Die Unterstützung der Sanierung der Krone durch den Bund ist nicht nur für die Stadt eine einmalige Chance, sondern auch für den Wirt. Zwar hatte er bereits Kontakt zu einem Investor mit großem Interesse, der wollte allerdings den Kronensaal abreißen. Übernimmt die Stadt das Projekt, so kann der Saal wohl erhalten bleiben. Viele Erinnerungen der Oettinger Bürger hängen an ihm – vielleicht gibt’s auch in Zukunft noch schöne Feste im historischen Ambiente.

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