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Kulturausschuss

15.10.2018

Kürt Oettingen bald seine erste Storchenprinzessin?

Oettingen hat sich einen Namen als Storchenstadt gemacht. Jetzt steht die Idee im Raum, ein Mädchen zur Storchenprinzessin zu wählen.
Bild: Heidi Källner

Der Oettinger Kulturausschuss hält seine Zwischenbilanz. Besprochen wurden ein Mountainbike-Parcours und die enorme Entwicklung des Wohnmobilstellplatzes.

Stadtbibliothek, Tourist-Information, Wohnmobilstellplatz, Mountainbike- und BMX-Rad-Parcours und Wassertrüdinger Gartenschau waren die Themen in der Zwischenbilanz und Impuls-Sammlung des Kulturausschusses des Oettinger Stadtrates. So hielt die Leiterin der Stadtbibliothek, Kerstin Pflanz, Jahresbilanz und -ausblick: Im Januar startete das Lerncafé mit Lernprogrammen auf zwei Laptops; etliche Jugendliche unter anderem aus arabischen Ländern und Russland nutzten es. Zum Fasching folgte eine Bastelaktion und die Klasse 3b der Grundschule machte den „Bibfit-Führerschein“. Eine Bastelstunde im Fasching, eine historische und integrative Lesung oder „Günthers Leseshow“ standen ebenso auf dem Programm wie ein Lesespaziergang im Rahmen des Ferienprogrammes sowie der Sommerleseclub mit Urkundenverleihung und Grillfest. Gut 40000 Ausleihungen von rund 4500 Lesern führten zuweilen an die Kapazitäts-Grenzen. Buchmesse, Leserfrühstück, Tag der offenen Tür und Weihnachtsmarkt-Aktion stehen auf dem Plan; der Anschluss an die Brockhaus-Datenbank wurde angeregt.

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Anja Friedel, Leiterin der Tourist-Information, zog ebenfalls eine erfolgreiche Zwischenbilanz: Das Angebot erweiterte sich um Führungen in einfacher Sprache und Storchenführungen. Zum Image der „Storchenstadt“ zählen auch ein Storchen-Kulinarikplan wie Storchennest-Salat oder -Pizza, Storchenschaufenster mit Live-TV-Übertragung in der Saison oder storchenbezogene Stadtpläne. Die Wahl einer Storchenkönigin oder eher eines Mädchens zur Storchenprinzessin steht im Raum. Osterbrunnenfest, Historischer Markt oder internationales Violinfestival gehörten zu den Veranstaltungs-Höhepunkten.

Klaus Obermeyer, Leiter der Bauverwaltung, brachte einen Mountainbike- und BMX-Parcours ins Gespräch, über den auch schon im Bauausschuss gesprochen werde. Als idealen Ort sehe man hier ein 1700 Quadratmeter großes Grundstück neben der bestehenden Skateranlage an, zumal sich hier bereits genau die Zielgruppe für den Parcours aufhalte. Obermeyer stellte die professionelle Planung heraus, um die zum Teil aufeinanderfolgenden Hügel ideal für die Sprungfolgen aufeinander abzustimmen. Bürgermeisterin Petra Wagner merkte an, dass eine Förderung im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ denkbar sei. Der Kulturausschuss beschloss grundsätzlich, die Planung voranzutreiben und sprach sich einstimmig für den Standort bei der Skateranlage aus.

Deutlich mehr Camper

Der Ausschuss diskutierte weiterhin, wie die enorme Entwicklung des Wohnmobil-Stellplatzes am Schießwasen in geregelten Bahnen gehalten werden kann; von 642 Belegungen im Jahr 2012 stieg die Zahl permanent an auf 1895 im ersten dreiviertel Jahr 2018. Die ehrenamtliche Wohnmobil-Beauftragte der Stadt, Ute Könninger, begrüßte die bereits erfolgte Aufstellung von Schildern und die ausgehängte Platzordnung - auch den Campern komme entgegen, dass nun sowohl Stellfläche als auch Müllentsorgung sowie Stromversorgung klar und sichtbar geregelt seien. Der Ausschuss diskutierte, ob man Gebühren einführen und dafür mehr Infrastruktur bieten solle, wie eine Toilette oder mehr Stromsäulen. Bürgermeisterin Wagner sprach sich dafür aus, weiterhin die anfallenden Kosten über die Stromabrechnung hereinzuholen; der Vermerk „gebührenfrei“ in Campingführern sei sehr werbeträchtig und die Gebührenerhebung an sich fresse ja einen Teil der Gebühren wieder auf. Weitere Stromsäulen hingegen sollten laut Wagner schon nächstes Jahr aufgestellt werden. Generell beschloss der Ausschuss, die Diskussion im Stadtrat in einer Klausur fortzusetzen und weiterhin Anregungen zu sammeln. Peter Schubert, Geschäftsleiter des Rathauses Wassertrüdingen und Geschäftsführer der Gartenschau 2019, stellte die Schau vor, die 108 Tage lang vom 12. Mai bis 8. September 2019 stattfindet (wir berichteten). Als Besonderheit des Konzepts stellte er heraus, dass ohnehin nötiger Hochwasserschutz durch Landschaftsgestaltungs-Maßnahmen und eine Deponie-Rekultivierung geschickt in die Gartenschau integriert wurden.

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