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Kunstpfad

15.07.2019

Kunst verbunden mit Heimat

Am Wochenende wurde der Kunstpfad in Möttingen eröffnet (von links): Regionalmanagerin Jennifer Werner, Klemens Heininger (Leiter Kreisentwicklung), Miss Donau-Ries Tina Gärtner, Thomas Böllmann, Landrat Stefan Rößle, Prof. Wolfgang Mussgnug, Konversionsmanagerin Barbara Wunder, HIldegard Frank (Landratsamt) und Bürgermeister Erwin Seiler.
Bild: Bernd Schied

Ein Kunstpfad zeigt die Werke von 25 Künstlern aus der Region. Was das Ziel des Projektes ist, erklären die Verantwortlichen auf einer Heimatkonferenz.

Kunst und Heimat – ein vermeintlicher Widerspruch? Keineswegs. Künstlerisches Arbeiten könne sehr wohl mit Heimatgedanken in Verbindung gebracht werden, glaubt Landrat Stefan Rößle. Besonders dann, wenn Werke von Künstler aus der Heimatregion kreiert wurden. In diesem Jahr hat sich der Landkreis bereits zum zweiten Mal des Themas mit einem „Kunstpfad“ angenommen. In 24 Kommunen zeigen 25 Künstler an verschiedenen Orten unter freiem Himmel ihre Werke.

Am Wochenende wurde der Kunstpfad während einer Heimatkonferenz im Möttinger Bürgerzentrum eröffnet. Bis zum 15. September können die Werke besichtigt werden. Ziel des Projektes sei zum einen, die geografische Reichhaltigkeit und Vielfalt des Landkreises zu präsentieren und andererseits auch den Formenreichtum der Arbeiten der Künstler zu zeigen, betonte Kurator Professor Wolfgang Mussgnug bei der Vorstellung der Arbeiten. Das Spektrum der Ausstellungsorte reiche vom Schlossgarten in Rain bis zum Geotop Lindle bei Holheim, von der Ruine in Christgarten bis nach Möttingen, von der Klosterkirche Auhausen bis zur Betonwand eines Aussiedlerhofes in Deiningen sowie einem Magerrasenhügel bei Hainsfarth bis zur Lechmündung in die Donau.

Die Künstler verwenden verschiedenste Technik

Die Künstler hätten verschiedenste Techniken verwendet und lösten durch die Art der Präsentation scheinbar bekannte Dinge aus ihrer Alltagstätigkeit, um ihnen dadurch eine besondere Bedeutung zu verleihen, so Mussgnug. „Sie bilden die Welt nicht ab wie sie ist, sondern machen vielmehr Dinge sichtbar, die bisher verborgen waren.“

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Der Professor attestierte seinen Künstlerkollegen eine hohe kreative Qualität. Die künstlerische Auseinandersetzung mit topografischen, historischen und anderen Besonderheiten würden eine Brücke zwischen Weltoffenheit und Heimat schlagen.

Zuvor hatte der Landrat betont, ein erfolgreicher Landkreis definiere sich nicht nur über eine breite Schullandschaft, ein intaktes Straßennetz oder eine gute Krankenhausstruktur, sondern auch über kulturelle und künstlerische Angebote. Rößle erinnerte daran, dass der Donau-Ries-Kreis sich in einem ständigen Wettbewerb mit anderen Regionen befinde und viel bieten müsse, um die Menschen zu halten oder neue hinzuzugewinnen. Dazu gehörten Visionen, die es zu entwickeln gelte. In dieser Hinsicht sei der Landkreis allerdings auf einem sehr guten Weg.

Aufwertung der Gemeinde

Der Leiter der Stabsstelle für Kreisentwicklung, Klemens Heininger, und Konversionsmanagerin Barbara Wunder wiesen in ihren Vorträgen unter anderem auf die verschiedenen Bildungsangebote im Kreis, das Leerstandsmanagement im Zusammenhang mit der Innenentwicklung der Kommunen und das erfolgreiche Dorfladennetzwerk hin.

Von einer Aufwertung seiner Gemeinde durch den Donau-RieserKunstpfad sprach der Möttinger Bürgermeister Erwin Seiler. Dem Kunstwerk von Thomas Böllmann nahe des Bürgerzentrums würde er gerne einen festen Platz geben, sagte er gegenüber unserer Zeitung.

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