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Musik

22.07.2019

La Brass Banda rocken die AKF-Bühne

Das Publikum sang ihre Hits begeistert mit: La Brass Banda waren in diesem Jahr auf dem Afrika & Karibik-Fest in Wassertrüdingen zu Gast

In Wassertrüdingen fand am Wochenende das Afrika & Karibik-Fest statt. Ein Höhepunkt war der Auftritt der Band um Stefan Dettl.

Ergänzend zur benachbarten Landesgartenschau gab es auch auf dem Festgelände des Afrika & Karibik-Fests in Wassertrüdingen bunte Vielfalt und Exotik: mitreißende Live-Shows und heiße Rhythmen, reichhaltige Verkaufs- und Verpflegungsstände und eine belebte Zeltstadt. Auch bei seiner 13. Auflage feierten mehrere Tausend Besucher eine Multi-Kulti-Party mit Künstlern aus der ganzen Welt.

Bereits am Donnerstag konnten sich die Fans auf der „Wasteland-Bühne“ in der Zeltstadt einstimmen: DJ „Steady Groove“, die „Sound Ambassadors“, „Culture Fiyah“ und DJ „Marc Collier“ ließen mit ausgewählten Tunes aus Dancehall, Afrobeat, Dub und Ska die Fetzen fliegen.

Ab Freitag stand das musikalische Geschehen auf der Hauptbühne im Mittelpunkt, wo der junge Moderator Ezé Wendtoin aus Burkina Faso mit launigen Einlagen durch das Programm führte. Zunächst durften sich die Gewinner des alljährlichen Band-Contests vorstellen: mit einer explosiven Mischung aus Reggae, Rap und Dancehall präsentierten sich „Kreuzwort“ als verdienter Sieger.

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Ein starkes Ausrufezeichen setzte „GReeeN“, der mit seinem brandaktuellen Album „Smaragd“ gerade durch die Decke geht. Mit einem brisanten Rap-Hiphop-Mix und kritischen deutschen Texten sorgte der junge Mannheimer dafür, dass der Festplatz schon frühzeitig gut gefüllt war. Somit war die Bühne bereitet für „La Brass Banda“, den Top-Act des Festivals. Die Show der Chiemgauer Truppe um ihren charismatischen Frontmann Stefan Dettl ist mit „zwei Stunden Vollgas“ nur dezent umschrieben. Mit einem fünfteiligen Blechbläsersatz, verstärkt durch Bass und Schlagzeug, ließen die Jungs mit ihrer fulminanten Stil-Mixtur aus Ska, Brass, Polka, Funk und Reggae förmlich die Luft vibrieren. Und das aufgeheizte Publikum sang bei Hits wie „Autobahn“, „Ringlbleame“ und „Cadillac“ begeistert mit. Nicht leicht für die folgenden „Mokoomba“, das Stimmungsbarometer oben zu halten. Doch die sechsköpfige Band mit Sänger Mathias Muzaza sorgte mit locker-fröhlichen afrikanischen Rhythmen für einen gelungenen Tagesausklang.

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Ausgelassene Stimmung beim AKF in Wassertrüdingen
Bild: Anton Kutscherauer

Lange durften sich die Festival-Gänger nicht ausruhen, denn am Samstag ging es bereits zur Mittagsstunde mit Weltmusik in bestem Sinn weiter: „El Flecha Negra“ verbanden mit unbeschwerter Spielfreude südafrikanische Roots mit karibischer Leichtigkeit und die vier Australier „Caravana Sun“ stellten ihr von den Kritikern gefeiertes Album „Guerilla Club“ vor. Den späten Nachmittag gestaltete der ehemalige Sänger der „Irie Révoltés“, Mal Élevé – er ließ bei seinem Auftritt vielfältige Einflüsse von Reggae, Dancehall, Ska, Punk, Elektro und Hip-Hop erkennen. Zudem transportierte der überzeugte Aktivist in seinem Programm auch politische und teils unbequeme Botschaften.

Wem die Umbaupausen zu lange dauerten, der kam bei der Nebenbühne im Zirkuszelt auf seine Kosten. Hier zeigten aufstrebende Künstler ihr beachtliches Potenzial, wie man etwa bei den Auftritten von „Kommando Walter“, „Dr. Unwuchts Tanzpalast“ oder „El Mago Masin“ beobachten konnte. Oder man suchte Zerstreuung beim bunten Unterhaltungsprogramm auf dem Festival-Gelände, von Yoga bis zum Tanz-Workshop war vieles geboten.

In Windeseile war der Festplatz rappelvoll, als am Samstagabend mit „Mono & Nikitaman“ zwei „Stammgäste“ die Bühne enterten. Mit ihrem neuen Album „Guten Morgen es brennt“ und Hits wie „Wir sind mehr“ motivierten sie das vorwiegend jüngere Publikum zum Mitsingen und ließen sich auch von einem kurzfristigen Stromausfall nicht stoppen. Schade für die folgenden „Roots Underground“, dass sich ein Teil der Fans nicht für ihre starke Mischung aus Reggae, Dub und Rock-Fusion begeistern konnte, sodass sich der Platz vor der Bühne etwas lichtete. Doch bei „Orange“ waren wieder alle am Start, schließlich kennt man „Reiner von Vielen“ und seine Truppe seit zwei Jahrzehnten.

So war das AKF 2019 wieder einmal ein unbeschwertes Fest, das Tausende von Besuchern erneut überzeugte: Internationale Begegnung, ein ausgezeichnetes musikalisches Line-Up, ausgelassene Stimmung, ein kunterbuntes Rahmenprogramm und vor allem ein friedliches Miteinander verschiedenster Kulturen.

Mehr Fotos gibt es online unter rieser-nachrichten.de

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