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11.07.2010

Landratsamt: Eltern behindern Busverkehr

Oettingen/Donauwörth Im Konflikt um die Schülerbeförderung Oettingen-Wemding äußerte sich jetzt auch das Landratsamt Donau-Ries. Wie unsere Zeitung berichtete, hatten betroffene Eltern, der Oettinger Bürgermeister und Busunternehmen in einer gemeinsamen Presseerklärung das Landratsamt aufgefordert, die Fahrpläne zu entzerren, um somit den zeitlichen Druck von den Busunternehmen zu nehmen. Die Eltern hatten aufgrund eigener Geschwindigkeitsmessungen im Vorfeld die Befürchtung geäußert, dass trotz stehender Kinder im Bus zu schnell gefahren werde, um den Fahrplan einhalten zu können.

In der Stellungnahme des Landratsamtes, die den Rieser Nachrichten jetzt in schriftlicher Form vorliegt, wurde auf diesen Zusammenhang zwischen Gefährdung der Kinder und Fahrplan nicht eingegangen. Beide Probleme wurden vielmehr unabhängig voneinander betrachtet. So erklärt die Behörde, dass durch die aufgrund des Protests bereits vorgenommenen Fahrplanänderungen die "Verspätungsprobleme" des besagten Busses gelöst seien. Weiter heißt es in der Stellungnahme: "Ein weiteres Vorverlegen der Busse war aktuell nicht möglich, da alle eingesetzten Fahrzeuge in der Früh noch für weitere Fahrten im Einsatz sind."

Laut der Dokumentation der Firma Osterrieder sei der Bus im Zeitraum zwischen dem 12. April und dem 25. Juni 2010 mit einer Ausnahme tatsächlich auch immer zwischen 7.57 und 8 Uhr angekommen. Schulbeginn in der Realschule Wemding sei 8.10 Uhr und die Wegstrecke zwischen Schulbushaltestelle und Schuleingang betrage nur 100 Meter. Mit der Konrektorin der Realschule sei vereinbart worden, dass sie sich beim Landratsamt melde, wenn der Bus nach 8.03 Uhr ankomme. Eine solche Rückmeldung sei bisher nicht eingegangen.

Regelmäßige Rückstaus

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Einen neuen Aspekt brachte das Amt ein, indem es darauf hinweist, dass es an Real- und Hauptschule in Wemding wegen der engen Haltebuchten regelmäßig zu Rückstaus komme. "In Oettingen gibt es ebenfalls Probleme, wenn alle Busse gleichzeitig ankommen."

Eltern, die ihre Kinder an die Schule bringen, würden zudem den Busverkehr behindern.

Auch die Regierung von Schwaben sei der Auffassung, dass "in Bezug auf die Pünktlichkeit in der jüngeren Vergangenheit keine unzumutbaren Abweichungen von der Ankunftszeit an der Realschule festgestellt werden könnten."

Die Regierung von Schwaben habe ebenfalls die angesprochenen Geschwindigkeitsüberschreitungen des Busses Osterrieder überprüft und weitergeleitet. "Zuständig für die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung und für die Verwarnungen bzw. Bußgeld bei Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit sind die zuständigen Polizeidienststellen."

Diese hätten bis dato Messungen bzw. Überprüfungen durchgeführt und würden dies auch künftig tun, heißt es. (heja)

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