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Corona-Hotspots: Andere Bundesländer verhängen Beherbergungsverbot für Münchner und Würzburger

09.07.2010

Landratsamt am Zug

Oettingen Im Konflikt um die Schülerbeförderung von Oettingen nach Wemding zwischen Eltern und dem Busunternehmen Osterrieder (wir berichteten mehrmals) geht jetzt der Ball an das Landratsamt Donau-Ries und die Regierung von Schwaben zurück.

Mit einem Appell an beide Behörden endete nämlich der Runde Tisch, zu dem Bürgermeister Matti Müller ins Rathaus - unter Ausschluss der Öffentlichkeit - geladen hatte. In einer gemeinsamen Presseerklärung von Bürgermeister, Eltern, einem Vertreter des Elternbeirats der Realschule Wemding, und dem Busunternehmen hieß es dazu wörtlich: "Die Beteiligten haben nunmehr vereinbart, in Zukunft gegenseitige Schuldzuweisungen nicht mehr zu wiederholen und appellieren eindringlich an den Landkreis Donau-Ries als Träger des öffentlichen Personennahverkehrs und an die Regierung von Schwaben als Aufsichtsbehörde über den Landkreis und den Linienverkehr ihre Verantwortung wahrzunehmen, um die größtmögliche Sicherheit für unsere Kinder aber auch für die beteiligten Busunternehmer zu erreichen."

Vor dem Hintergrund einer Eskalation des Konflikts zwischen Eltern und Busunternehmen, in dem zuletzt vor allem zu hohe Geschwindigkeiten, trotz stehender Kinder im Bus, ins Zentrum der Kritik geraten waren, hatte Müller zu einer gütlichen Einigung am "Runden Tisch" aufgerufen. Auf RN-Nachfrage, warum dieses Gespräch nicht öffentlich stattfand, erklärte Bürgermeister Matti Müller, dass er bewusst den "Druck" aus der Debatte nehmen wollte. Offenbar mit Erfolg: "Ich muss sagen, das war ein sehr gutes Gespräch. Dass die Fahrpläne im Landkreis nicht aufeinander abgestimmt sind, das liegt uns ja schon lange im Magen." Die Beteiligten seien sich sofort darin einig gewesen, dass die Sicherheit der Schüler auf deren Schulweg die oberste Priorität bei allen Ausgestaltungen des öffentlichen Personennahverkehrs haben müsse. "Der Zeitdruck, der durch schlecht aufeinander abgestimmte Fahrpläne innerhalb der Verkehrsgemeinschaft Donau-Ries auf die Busunternehmen und auch deren Busfahrer entstanden ist, muss nach einhelliger Meinung der Gesprächsteilnehmer dringend von allen Beteiligten genommen werden", so der Wortlaut der gemeinsamen Presseerklärung.

Die, vom Landrat Stefan Rößle mit seinem Schreiben vom 20. Mai 2010 an die Stadt Oettingen in Aussicht gestellte Entzerrung der Fahrpläne, sei auch über einen Monat nach deren Ankündigung nicht verwirklicht, kritisieren die Beteiligten. "Gerade der Umstand, dass der Schülerverkehr im Raum Oettingen/Nordries durch viele verschiedene Unterrichtsbeginne der aufgesuchten Schulen geprägt ist, muss eine intelligente Fahrplangestaltung, welche bislang noch nicht ersichtlich ist, nach sich ziehen", heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Für eine Stellungnahme war bis Redaktionsschluss im Landratsamt keiner der Verantwortlichen mehr erreichbar. (heja)

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