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Mitgliederversammlung

12.11.2018

Lebenshilfe: Warten auf eine Werkstätte

In Möttingen geht es unter anderem um ein Projekt, das entlasten soll

Organisatorisch und finanziell gut aufgestellt präsentiert sich die Lebenshilfe Donau-Ries. Dies versetzt den Verein in die Lage, seine vielfältigen Angebote noch weiter auszubauen und damit den Menschen mit Behinderung segensreiche Unterstützungen und Hilfen anzubieten. Bei der Mitgliederversammlung in der Hermann-Keßler-Schule in Möttingen nannte Vorsitzender Paul Kling zwei Schwerpunkte der vergangenen zwei Jahre: Das 50-jährige Jubiläum und das neue Bundesteilhabegesetz.

Alle Einrichtungen der Lebenshilfe hätten sich an den Jubiläumsveranstaltungen beteiligt und ihre Angebote präsentiert, sagte Kling. Darüber hinaus sei der Öffentlichkeit gezeigt worden, wie rasant sich der Verein entwickelt habe und auf welche Herausforderungen er gestoßen sei. Anstatt einer Festschrift habe man einen Film produzieren lassen, der anschaulich die Arbeit des Vereins abbilde. Mit dem neuen Bundesteilhabegesetz sei jetzt eindeutig die Existenzberechtigung und die Sinnhaftigkeit der Lebenshilfe-Werkstätten anerkannt worden, betonte Kling, der gleichzeitig auf damit einhergehende Verbesserungen bei der Mitbestimmung und Mitwirkung der Mitarbeiter an Entscheidungen in den Werkstätten hinwies. Hauptziel sei allerdings die Inklusion, die bei der Lebenshilfe bereits in hohem Maße praktiziert werde und an deren Umsetzung der Verein weiter arbeite. Gute Beispiele hierfür seien der Cap-Markt und das Café Samocca in Nördlingen. Der Vorsitzende wies zudem auf eine rege Bautätigkeit der Lebenshilfe hin. In Oettingen werde das Kinderheim der Franziskanerinnen übernommen und saniert und in Asbach-Bäumenheim entstünden Sozialwohnungen für Mitarbeiter der Roko GmbH, bei der es sich um den Dienstleistungsbetrieb der Lebenshilfe handle. Für dieses „inklusive Quartier“ werden 3,5 Millionen Euro investiert.

Lebenshilfe-Geschäftsführer Günter Schwendner richtete den Fokus auf Wemding, wo der Bau einer Werk- und Förderstätte für mehr als 100 Personen leider noch auf sich warten lasse. Wenn dieses Vorhaben abgeschlossen sei, würden auch die aus allen Nähten platzenden Werkstätten in Nördlingen entlastet. Veronika Hagl berichtete von den Aktivitäten der Assistenz GmbH im Verbund der Lebenshilfe. Dazu gehörten die Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH), die Schulsozialarbeit, Erziehungsbeistandschaften und Schulbegleitungen. Die Schulsozialarbeit sei für die Lebenshilfe Neuland, betonte Hagl. Vom Landkreis erwarte man diese Woche den Zuschlag für ein erstes Projekt. Bei der SPFH handle es sich um eine sehr anspruchsvolle Tätigkeit. Es gehe darum, Kinder in schwierigen Familienverhältnissen adäquat zu betreuen.

Von den anwesenden Mitgliedern wurde schließlich dem Vorstand und der Geschäftsführung die Entlastung erteilt. (bs)

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