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Deiningen

26.01.2021

Leser der Rieser Nachrichten lösen Rätsel um Hochzeitsgesellschaft

Die „Hochzeitsgesellschaft 1932“, deren genaue Herkunft Kreisheimatpfleger Herbert Dettweiler mit Hilfe unserer Leser klären wollte. Das Vorhaben ist – wieder einmal – geglückt.
Foto: Herbert Dettweiler

Plus Kreisheimatpfleger Herbert Dettweiler bat unlängst um Hilfe bei der Suche nach einer Hochzeitsgesellschaft. Mit Erfolg: Das Rätsel ist dank unserer Leser gelöst.

Mehrere Anrufe und Mails auf den Bericht in den Rieser Nachrichten vom 22. Januar ergeben zusammen mit etlichen eigenen Telefonrecherchen nach Aussagen von Kreisheimatpfleger Herbert Dettweiler ein ziemlich genaues Bild über die „Hochzeitsgesellschaft 1932“: Der 28-jährige Schäfer August Schuster aus Gosheim heiratete damals die 22-jährige Kreszenzia Wecker aus Deiningen, Tochter des Ehepaars Vitus und Veronika, geb. Lettenmeier. Die Brauteltern sitzen neben der Braut; ihre Schwester Luise steht neben ihr. Der im Zweiten Weltkrieg gefallene Bruder Hubert Wecker steht ganz oben in der Mitte. Neben dem Bräutigam sitzen dessen Eltern.

Aus dem Hause Schuster in Gosheim heiratete im Gegenzug eine Walburga nach Deiningen ins Anwesen Fischer, deren Sohn Altbürgermeister Leo Fischer war. So erklärt sich auch, warum dieses Foto in verschiedensten Familien im Album klebt. Eine Anruferin aus Kleinsorheim erkannte im Baritonbläser (Mitte) ihren Nachbarn Michael Heuberger, machte dessen Sohn Karl H. (*1939) aufmerksam, der schließlich alle Musikanten benennen konnte: Hans Heuberger, Tuba; Leonhard Heuberger, Tenorhorn; Michael Heuberger, Bariton; den Mitbegründer der Tanzkapelle Gottfried Liebhäuser, Trompete, und dessen Sohn Georg Liebhäuser mit der Klarinette. Somit ist auch geklärt, dass es sich um Musikanten der um 1900 gegründeten Tanzkapelle Liebhäuser-Heuberger handelte, die da vermutlich mit dem Fahrrad nach Gosheim gekommen waren; alle Musikanten tragen nämlich Gamaschen. - Das Hochzeitsfoto kam mit dem Hochzeitsgast Rudolf Lettenmeier (Cousin der Braut) nach München und nun nach Jahrzehnten bei der Haushaltsauflösung zurück nach Deiningen. RN

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