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Gaslaternen

01.02.2014

Leuchtende Beispiele einer früheren Energiewende

Zu erkennen sind die Gaslampen an ihrem sanftem Licht. Sie brennen auch tagsüber, weil die Wartung sonst zu aufwendig wäre.
Bild: Ronald Hummel

13 historische Lampen tauchen die Stadt Nördlingen in ein eigenes Licht

Nördlingen Wie mehrfach berichtet, machte der Energieversorger Erdgas Schwaben der Stadt Nördlingen zum 150. Jubiläum des Gaswerks Nördlingen im vergangenen Jahr ein besonderes Geschenk: 13 historische Gaslaternen, die Erdgas Schwaben bislang an Nördlingen vermietet hatte, sind jetzt im Besitz der Stadt. Unterhalt und Versorgung übernimmt Erdgas Schwaben.

Die Lampen erinnern an die frühe Energiewende im Jahr 1863, als mit der Gründung des Gaswerks Nördlingen das Gas als Energiequelle zunächst bei der Straßenbeleuchtung Einzug hielt und die Petroleumlampen ablöste. Später wurde das Gas auch in die Haushalte geleitet, wo neben Lampen auch Herde oder Bügeleisen mit Gas betrieben wurden.

Einheimische und Touristen können bei einem Spaziergang durch die Altstadt die einstige Gasbeleuchtung nachempfinden. Die Rieser Nachrichten bieten zur Erleichterung einen Plan mit den genauen Standorten an (siehe oben).

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In erster Linie wurde zwischen Reimlinger Tor und Löpsinger Tor bewusst ein Ensemble entlang der Stadtmauer geschaffen, um die Gesamtwirkung der alten Laternen in Szene zu setzen.

Generell sind die historischen Lampen daran zu erkennen, dass sie Tag und Nacht brennen – es ist wirtschaftlicher, sie auf kleiner Flamme dauerhaft brennen zu lassen, als wartungsintensive Ein-Aus-Anlagen zu installieren.

Drei Lampen sind in der Herrengasse am Kiderlin’schen Haus (Agentur für Arbeit) und in dessen unmittelbarer Umgebung angebracht. Eine weitere steht in der Bräugasse nahe den Beck’schen Häusern, den ältesten Häusern der Stadt; die nächste prangt gleich um die Ecke an einem Haus in der Bürggasse.

Eine weitere Lampe ist in der Henkersgasse angebracht, alle anderen Laternen sind entlang der Stadtmauer zwischen Reimlinger Tor und Löpsinger Tor aufgereiht und laden zu einem romantischen Laternen-Bummel ein.

Allerdings steht die erste Laterne nahe am Reimlinger Tor genau vor der kürzlich verglasten Fassade einer Kasarme, in der ein Café eingerichtet wird (wir berichteten). Als eine Vertreterin von Erdgas Schwaben kürzlich die Laternen in Augenschein nahm, zeigte sie sich wenig angetan von der verglasten Fassade im Ensemble der ansonsten aus ihrer Sicht sehr eindrucksvollen Kasarmen-Reihe. Als der Standort der Lampe ausgewählt wurde, wusste noch niemand von der Fassaden-Neugestaltung.

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