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Stadtrat

24.01.2019

Lob für Jugend-Sozialarbeit

Sozialpädagoge Sascha Vetter berichtet vor dem Nördlinger Hauptausschuss

Einhelliges Lob über alle Stadtrats-Fraktionen hinweg erhielt Diplom-Sozialpädagoge Sascha Vetter nach seinem Bericht im Haupt- und Finanzausschuss. Er leistet seit 2010 im Auftrag der Katholischen Jugendfürsorge 36,5 Stunden in der Woche Jugend-Sozialarbeit an der Mittelschule Nördlingen und reiht sich damit ein in Jugendarbeit an St. Georgsschule, Schäufelin- und Schillerschule. Grundsätzlich gelte sein Haupt-Augenmerk benachteiligten Schülern mit den Hauptzielen soziale Integration, schulische Ausbildung und Eingliederung ins Berufsleben. Schwerpunkte seien fünfte Klassen, wo er bei der Begleitung am ersten Schultag bereits sein Angebot publik mache und neunte Klassen beim Übergang von der Schule ins Arbeitsleben. In Gruppenarbeit gehe es daneben noch um Teambildung, Prävention gegen Ausgrenzung und Mobbing oder soziale Medien. Im Vordergrund stehen dabei praktische Übungen wie Schulhaus-Rallyes, gemeinsame Bastel- oder Bauprojekte. Im „Buddy-Programm“ werden Tutoren ausgebildet, die sich um andere Schüler kümmern – Stadtrat Joachim Sigg bestätigte einen ihm persönlich bekannten Fall, in dem die Teilnahme im Buddy-Programm ausschlaggebend war, dass ein Schüler eine Lehrstelle bekam. „Dieser eine Fall rechtfertigt bereits Ihre Stelle“, sagte Sigg.

Weiter unterstütze Vetter Klassen- und Schulsprecher, bearbeite in Projekttagen Themen wie Respekt, veranstalte Elternabende oder koordiniere Präventionsveranstaltungen wie zu Waffen und Sprengstoff. In 800 Fällen von Einzelarbeit widmete er sich persönlichen Problemen von Cyber-Mobbing und psychischer Belastung, beides in den letzten Jahren spürbar gestiegen, bis zu Sprachproblemen oder Bewältigung von Todesfällen im persönlichen Umfeld. Von 30 Fällen der Kindswohl-Gefährdung habe er zehn ans Jugendamt gemeldet, sei 200 Schüler mit psychischen Belastungen beigestanden. 150-mal habe er direkt bei Bewerbungen geholfen. Ein typisches Erfolgserlebnis dabei: Ein Schüler, dem er 30 Bewerbungen ausdruckte, sei heute im dritten Lehrjahr.

Für Jörg Schwarzer (CSU) belegten alleine diese Zahlen Vetters immensen Erfolg. Thomas Mittring (Stadtteilliste) fragte nach der Einbindung der Eltern. Schulhofprobleme lassen sich laut Vetter alleine mit den Schülern lösen, ansonsten werden Eltern je nach Fall eingebunden. Für Wolfgang Goschenhofer sei die Frage der Notwendigkeit des Sozialpädagogen extrem leicht mit „Ja“ zu beantworten und er beglückwünschte Oberbürgermeister Hermann Faul zu seiner von jeher offenen Haltung und Initiierung der Jugendarbeit. Rita Ortler (SPD) zeigte sich beeindruckt von der Bandbreite der Aufgaben und dem riesigen Netzwerk, in das er eingebunden sei. Der Wert der Prävention sei in Zahlen gar nicht auszudrücken. „Was wäre, wenn Sie einen Wunsch frei hätten?“, fragte Oberbürgermeister Faul. Der Rückhalt, den er im Stadtrat spüre, sei ihm wertvoll genug, antwortete Sascha Vetter.

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