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Nördlingen

27.05.2020

"LuftArt": Nach vielen Jahren hängt in Nördlingen wieder Kunst in luftiger Höhe

So sah die „LuftArt“ 2008 im Bereich der Alten Schranne aus.
Bild: Rudi Scherer

Eine Aktion aus dem Jahr 2008 erfährt eine Neuauflage. Was in der Nördlinger Fußgängerzone geplant ist.

„Die Nördlinger Fußgängerzone wird zur Open-Air-Galerie. Zwölf Künstlerinnen und Künstler werden ab Pfingsten selbstgestaltete und -bemalte Stoffbahnen von zwölf Metern Länge und drei Metern Breite vom Kriegerbrunnen bis zur Mohrenapotheke und vom Schrannenplatz bis zum Drogeriemarkt Müller in einer Höhe von sechs bis acht Metern aufhängen und als Kunstwerke der Öffentlichkeit präsentieren. Der Platz vor der Alten Schranne bleibt frei, weil dort keine Aufhängung möglich ist.“ So wurde die Kunstaktion 2008 angekündigt. Nun gibt es eine Neuauflage.

Die Resonanz war seinerzeit immens. Die Idee, Schatten spendende Bahnen in der Fußgängerzone aufzuhängen, kam von Josef Briechle, der dies in Sevilla/ Spanien gesehen hatte und eine „LuftArt“ in seiner Heimatstadt Waldshut-Tiengen 2006 organisierte. Animiert und inspiriert von diesem Freiluft-Event, nahm Wolfgang Mussgnug die Idee auf und brachte sie zusammen mit Josef Briechle nach Nördlingen. 13 Künstlerinnen und Künstler, darunter der viel zu früh verstorbene Hans-Jürgen Kintrup, arbeiteten eine Woche auf dem Marktplatz an den zur Verfügung stehenden Stoffbahnen. Als Motive nahmen die Nördlinger Künstlerinnen und Künstler zum Beispiel Wolkenbilder oder „Wäsche aufhängen“.

Oberbürgermeister David Wittner freut sich über "LuftArt Reloaded"

Wie 2008 werden auch diesmal die Informationen, die die Künstler zu ihren Beweggründen für ihr geschaffenes Kunstwerk beilegten, ausgedruckt und liegen in der Tourist-Information der Stadt Nördlingen kostenlos aus. „Ein besonderer Dank gebührt den Hauseigentümern“, freut sich Oberbürgermeister David Wittner über die gelungene „LuftArt Reloaded“. Sie hatten damals ihr Einverständnis gegeben, Haken an der Hausfassade anbringen zu dürfen und nach Abschluss der Ausstellung ebenfalls problemlos zugestimmt, die Haken in den Fassaden zu belassen. Und diese Unterstützung ist Gold wert. „Wir können die bestens erhaltenen Stoffbahnen nach Pfingsten wieder in der Fußgängerzone präsentieren und hoffen, dass wir ähnlich positive und überschwängliche Reaktionen und Rückmeldungen von Besuchern unserer Stadt, aber auch von Einheimischen, erfahren werden“, so Wittner weiter.

Die LuftArt wird angesichts der Corona-Pandemie ohne große Eröffnungsveranstaltung von Mitarbeitern des Baubetriebshofes nach den Pfingstfeiertagen aufgehängt. (pm)

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