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Bahnstrecke

05.11.2013

Mehr Fahrgäste mit schnelleren Zügen

Grüne verweisen auf eine entsprechende Studie

Nördlingen/ Oettingen Der Kreisverband Bündnis ‘90/ Die Grünen hat einen „Arbeitskreis Reaktivierung“ für die Bahnstrecken von Nördlingen nach Gunzenhausen und von Nördlingen nach Dombühl ins Leben gerufen.

Für diesen Arbeitskreis wurde eine Studie gefertigt, die laut den Grünen nahelegt, dass sich für die gesamte Strecke zwischen Nördlingen und Gunzenhausen ausreichend Fahrgäste errechnen, wenn dort moderne Triebwagen mit der früher zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h fahren dürfen.

Mit Tempo 100 würden alle Anschlüsse erreicht

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„Wir haben das Fahrverhalten des Gunzenhäuser Triebwagens gemessen, und damit die Fahrzeiten von Nördlingen nach Gunzenhausen errechnet“, berichtet Albrecht Röttger, Mitglied im „Arbeitskreis Reaktivierung“ der Grünen im Landkreis. „Mit Tempo 100 werden alle Anschlüsse in Pleinfeld und Nördlingen erreicht. In Nürnberg wäre man dann von Nördlingen über Gunzenhausen 20 Minuten schneller als über Donauwörth.“

Die Staatsregierung habe dagegen mit langsamen Zügen geplant, so die Grünen weiter: „Die Höchstgeschwindigkeit sollte generell nur bei 80 Stundenkilometer liegen, an etlichen Bahnübergängen sollten die Fahrzeuge nur 60 km/h fahren dürfen. So waren Anschlüsse nur an einem der beiden Endpunkte zu erreichen.“

Für das Ries wurden bei solchen Zügen zu wenig Fahrgäste prognostiziert. Die Landkreise Weißenburg–Gunzenhausen und Ansbach dagegen hoffen, auch mit langsamen Zügen genug Fahrgäste vorweisen zu können. Bei schnelleren Zügen, so Röttger, müsste man die Bahnübergänge modernisieren. Und das müsste bislang allein die Bayernbahn bezahlen. Das Problem ließe sich lösen, wenn die Staatsregierung – wie bei der S-Bahn auch – die Anfangsinvestitionen bezuschusse, oder zumindest das Geld vorstrecke, und dafür im Gegenzug entsprechend lange die Strecke kostenlos nutzen dürfte. Nach Aussagen des früheren bayerischen Wirtschaftsministers Zeil seien derzeit 417 Millionen Euro Rücklagen für Investitionen in Verkehrsprojekte gebildet. Das Geld sei also da, der Freistaat bekäme es später wieder. (RN)

Info: Weitere Informationen zum Thema sind zu finden auf der Seite www.bahn-don.de

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