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Versorgung

26.03.2013

Mehr Heizöl für einen langen Winter

Lieferanten verzeichnen verstärkte Nachfrage, allerdings in kleineren Mengen

Nördlingen Der lang anhaltende Winter beschert den Heizöllieferanten in der Region eine verstärkte Nachfrage. „Wir müssen bei den Leuten nachtanken“, sagte gestern Hans Weng, der bei der BayWa in Nördlingen für das Heizölgeschäft verantwortlich ist.

Die Preisentwicklung sei relativ stabil bis leicht rückläufig. Man erreiche fast das günstige Niveau des Vorjahres. Die Haushalte würden eher in kleineren Mengen Heizöl einkaufen, was nach Wengs Einschätzung zum einen daran liegt, dass einzelne nicht mehr das Geld für größere Mengen zur Verfügung haben, andere wiederum auf niedrigere Preise zu einem späteren Zeitpunkt setzen. Die durchschnittliche Liefermenge liege bei rund 2000 Litern, eingekauft werde eher weniger.

Der Experte weist auch auf fallenden Verbrauch in den Häusern hin, weil immer mehr energetisch gedämmt oder neue Fenster eingebaut würden. „Dies führt naturgemäß zu weniger Heizenergie“, so Hans Weng gegenüber den Rieser Nachrichten.

Mehr Heizöl für einen langen Winter

Häuser-Dämmungen machen sich bemerkbar

Auch Martin Tuffentsammer vom Nördlinger Mineralölvertrieb Irrgang und Schneider stellt Ähnliches fest. Die Haushalte würden sich mit kleineren Mengen zufriedengeben, so seine Feststellung bei den Auftragseingängen. Man merke sicherlich die Maßnahmen zu mehr Energieeffizienz, wie die Dämmung von Wohngebäuden. Trotz der nach wie vor herrschenden kalten Tage spricht Tuffentsammer von einem durchschnittlichen Winter. Von den Preisen her bewege man sich wohl am unteren Ende der Spanne.

Auf den Inlandsmärkten in Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigt derzeit die Heizöl-Tendenz nach unten. Der Preis fiel im März schleichend aber kontinuierlich. Nach Angaben des Branchendienstes Heizoel24 lag dieser gestern bei rund 84 Euro pro 100 Liter inklusive Mehrwertsteuer.

Im Zeichen der Zypern-Krise

Ohnehin stand die vergangene Woche ganz im Zeichen der zyprischen Euro-Krise und drohenden Staatspleite. Die Ölbörsen starteten schon unter großem Druck in die Handelswoche, sodass die Heizölpreise zum Wochenauftakt schnell in den Keller fielen – zur Freude der Kunden. Somit war die kleine Mittelmeerinsel Taktgeber für die Entwicklung des Heizölpreises. (bs)

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