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Neujahrsempfang

15.01.2018

Mehr als 20.000 Nördlinger

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Laut des Landesamtes für Statistik hatte Nördlingen zum Stichtag 31. Dezember 2016 insgesamt 20005 Einwohner. Neuere Zahlen liegen derzeit nicht vor. Nördlingen bleibt damit die einwohnerstärkste Kommune im Landkreis.
Bild: Denis Dworatschek

Die Stadt hat als erste Kommune im Landkreis Donau-Ries die Marke offiziell geknackt, sagt Oberbürgermeister Hermann Faul. Welche Projekte 2018 anstehen

Schon im vergangenen Jahr gab es Vermutungen, Nördlingen könnte die 20.000-Einwohner-Marke geknackt haben. Doch erst gestern gab es Oberbürgermeister Hermann Faul beim Neujahrsempfang offiziell bekannt: Die Zahl ist überschritten. Erst vor wenigen Tagen, so sagte Faul im Gespräch mit den Rieser Nachrichten, habe er die entsprechende Mitteilung des Bayerischen Landesamtes für Statistik erhalten. Und darin steht schwarz auf weiß: Nördlingen hatte zum Stichtag 31. Dezember 2016 insgesamt 20005 Einwohner. In seiner Rede betonte der Oberbürgermeister, dass die Stadt die Marke damit nicht nur zum ersten Mal in ihrer Geschichte, sondern auch als erste Stadt im Landkreis überschritten habe. Zum Vergleich: Donauwörth kommt in der Statistik des Landesamtes zum 31. Dezember 2016 auf 19749 Einwohner.

Beim Neujahrsempfang im Nördlinger Stadtsaal Klösterle standen gestern aber nicht Statistiken, sondern die Bürger im Mittelpunkt, die im Bereich der Seniorenpflege tätig sind. Oberbürgermeister Faul würdigte ihre Arbeit ausdrücklich. Er hob die ambulanten Pflegedienste hervor: „Nur durch ihre Besuche und professionelle Betreuung lässt sich der Wunsch nach einem Leben im Alter in häuslicher Umgebung trotz Pflegebedürftigkeit realisieren. Schließlich werden 70 Prozent der Pflegebedürftigen zu Hause versorgt.“ Wenn ein Umzug in ein Seniorenheim unausweichlich werde, gebe es für ältere Rieser im Bürgerheim und im Altenheim St. Vinzenz eine umfassende Betreuung und eine menschenwürdige Pflege. Faul vergaß auch nicht all die pflegenden Familienangehörigen: „Ohne sie wäre die Pflege längst an ihre Grenzen gekommen.“

Der Pflegeberuf sei psychisch und physisch belastend und erfahre oft nicht die Wertschätzung, die er verdient habe, so der Oberbürgermeister. Das Thema sei vor der vergangenen Bundestagswahl verstärkt in den öffentlichen Fokus gerückt, nun sei die Politik gefordert, die Rahmenbedingungen zukunftssicher zu machen: „Nur dann werden wir auch in Zukunft eine ausreichende Anzahl Menschen haben, die den Pflegeberuf ergreifen und mit Freude ausüben.“

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Danach wechselte der Rathauschef zur Stadtpolitik, ging unter anderem auf die emotionale Debatte um den Kletterwald auf der Marienhöhe im November und Dezember des vergangenen Jahres ein. Größtenteils sei sachliche Kritik geübt worden – und auf diese legten Stadtrat, Verwaltung und auch er selbst großen Wert. Doch es habe auch persönliche Anfeindungen, Beschimpfungen und Beleidigungen gegeben. Faul kritisierte, dass gerade in den sozialen Medien „jegliche Schamschwelle gefallen zu sein“ scheine – das habe man bei verschiedenen Anlässen in den vergangenen Monaten feststellen können.

Ebenfalls umstritten ist in Nördlingen aktuell der Anbau an die Grundschule Mitte, wie berichtet ist dort derzeit ein Quader mit Flachdach geplant. Faul betonte, dass man bei dem Thema noch „in Vorbereitung“ sei. Vor einer Entscheidung werde man alle Einflüsse beispielsweise von Fachleuten oder vom Bayerischen Denkmalrat „reflektieren und prüfen“ (weiterer Bericht folgt). Der Oberbürgermeister kündigte den Abschluss der Baumaßnahme an der Wemdinger Unterführung an, zudem werde die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Nähermemmingen und Pflaumloch erneuert und der Bahnhof saniert. Auch der Neubau von Sozialwohnungen auf dem BayWa-Gelände steht auf Fauls Agenda für 2018.

Der Oberbürgermeister kündigte an, dass man angesichts der geplanten Bebauung des Döderlein-Geländes über die Schaffung von Parkplätzen debattieren müsse. Damit sei zwangsläufig auch eine Entscheidung über die Einführung von Parkgebühren verbunden. Bereits 2016 hatte man darüber kontrovers diskutiert.

Auch die Zukunft des Hallenbades werde 2018 Thema sein, sagte Faul. Der Stadtrat werde Anfang März eine Informationsfahrt unternehmen. Faul betonte: „Es geht ausschließlich um ein Schulschwimmbad und nicht um ein Spaß- und Erlebnisbad. Letzteres können wird uns nicht leisten.“

Das Orchester des Nördlinger Theodor-Heuss-Gymnasiums spielte unter der Leitung von Andreas Nagl beim Empfang und beeindruckte mit seiner Leistung.

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