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17.07.2010

Mehr geht nicht

Oettingen Ab dem kommenden Schuljahr soll der Schulbus von Oettingen nach Wemding noch einmal drei Minuten früher als bisher in Oettingen starten bzw. in Wemding ankommen. Dies teilte jetzt das Landratsamt Donau-Ries im Rahmen eines kurzfristig anberaumten Pressegesprächs mit. Damit reagierte die Behörde auf die wiederholte Forderung vonseiten betroffener Eltern aus Oettingen (wir berichteten mehrmals) die Fahrpläne auf dieser Strecke zeitlich zu entzerren und damit eine sichere und pünktliche Beförderung der Schüler sicher zu stellen. Veit Meggle, zuständiger Sachbearbeiter im Landratsamt, betonte, dass die Abfahrt des Busses der Firma Osterrieder um 7.37 Uhr in Oettingen "das Maximum der Fahrplanoptimierung" darstelle. Fahrplanmäßige Ankunft in Wemding wäre 7.55 Uhr, was bei einem Schulbeginn um 8.10 Uhr ausreichend sei. "Wir befinden uns hier in einer ganz normalen Situation."

Bis zu 10 000 Schüler

"In der Früh müssen im Landkreis 9500 bis 10 000 Schüler transportiert werden." Dafür benötige man eine sehr große Anzahl von "Beförderungsgefäßen", aber es sei eben auch nur eine Beförderungsspitze. Um hier eine vernünftige betriebswirtschaftliche Ausnutzung der Kapazitäten zu erreichen, müsse die Mehrzahl der Busse mehrere Touren fahren.

Jede weitere Vorverlegung der Abfahrt des Osterrieder Busses aus Oettingen beträfe so auch alle anderen Touren der (drei) Zubringer-Busse der Firma Schwarzer und würde für viele Schüler eine unzumutbare Härte darstellen: "Zum Beispiel wären davon Schüler betroffen, die bereits jetzt um 6.12 Uhr aus Rudelstetten losfahren müssen." Hier sei keine Verhältnismäßigkeit mehr gegeben.

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Der Landkreis müsse schließlich die Interessen aller Fahrgäste wahren. Seit 2002 seien die Abfahrtszeiten von Oettingen nach Wemding nicht wesentlich verändert gewesen, gab er zu bedenken: "Auch in diesem Jahr hatte sich nichts Wesentliches verändert, aber es sind auf einmal starke Beschwerden vonseiten der Eltern aufgetreten", so Meggle.

Auch für die Firmen Osterrieder und Schwarzer ist diese neue Regelung zufriedenstellend. Mit Blick auf die Bedenken der Eltern, die Busfahrer würden wegen des zeitlich zu eng bemessenen Fahrplans zu schnell fahren und so die Sicherheit der Kinder gefährden, erklärte Christine Osterrieder: "Die Busfahrer haben keinen Druck. Sie fahren so, wie es passt." Bei extremen Wetterbedingungen sei nun einmal nicht auszuschließen, dass Fahrpläne nicht eingehalten werden könnten. Das sei überall so. "Die drei Minuten sind ausreichend, aber es war auch vorher ausreichend", erklärte Jörg Schwarzer. Jede weitere Vorverlegung aber sei nicht mehr mit dem Interesse aller Verkehrsteilnehmer zu vereinbaren.

Keine Auffälligkeiten

Zum Thema "Geschwindigkeitsüberschreitung" verwies das Landratsamt auf Mitteilungen aus dem Polizeipräsidium Nordschwaben. Dort hieß es, dass die Busse des Verkehrsunternehmens Osterrieder in den vergangenen Wochen verstärkt kontrolliert worden seien: "Dabei waren keine Auffälligkeiten zu verzeichnen." Zu den Messungen, die die Eltern per GPS-Gerät vorgenommen hätten, habe die Polizei erklärt, dass diese nicht vor Gericht verwertbar seien.

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