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Besuchsdienst

04.07.2013

Menschen begegnen und Freude bringen

Seit 2007 engagieren sich ehrenamtliche Frauen an der Sozialstation St. Vinzenz

Nördlingen „Es geht in erster Linie um die Einsamkeit“, so eine der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen in der Sozialstation St. Vinzenz in Nördlingen auf die Frage, was sie vor über sechs Jahren bewogen hat, alte Menschen zu Hause zu besuchen.

Der Besuchsdienst der Sozialstation St. Vinzenz besteht seit dem Jahre 2007. Seit dieser Zeit besuchen sozial engagierte Menschen Senioren zu Hause, die durch die Sozialstation betreut werden, aber sonst niemanden zum Reden und Austausch haben. „Haben Sie etwas Zeit zu verschenken?“, so war damals der Titel, unter dem die Leiterin der Sozialstation, Ursula Guggeis, die ehrenamtlichen Mitarbeiter angeworben hat.

Es wird erzählt von einem reichen und manchmal schweren Leben

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Eine der „Ehrenamtlichen“ berichtet: „Es war genau diese Frage, die mich aufmerksam gemacht hat, ich habe zwar keine Zeit, da ich berufstätig bin, aber ich will etwas Gutes tun.“ Das tut sie bis heute und erzählt von der Freude, die sie erfährt, wenn sie von der alten Dame begrüßt wird mit den Worten: „Ich freue mich schon, wenn ich Ihre Stimme höre.“ Und dann wird erzählt aus einem reichen, langen, bunten und manchmal auch schweren Leben.

Eine andere ehrenamtliche Mitarbeiterin meint, sie fühle sich noch zu jung, um nichts zu tun, sie habe zwar eine Vielzahl von Enkeln, die liebend gern zu ihr kämen, um bekocht zu werden, sie wolle aber darüber hinaus Menschen begegnen und ihnen Freude bringen. Besonders schön sei es, das entgegengebrachte Vertrauen zu spüren, das mit jedem Besuch wachse. Schwer sei es hingegen, Abschied zu nehmen und auch dem Verfall zusehen zu müssen. Letztendlich bleibe aber immer das Bewusstsein, ein wichtiger Begleiter geworden zu sein in einer bedeutenden Rolle.

Alle acht ehrenamtlichen Frauen des Besuchsdienstes bekunden gleichermaßen, dass sie die Zeit, die sie für ihr Ehrenamt aufbringen, niemals als Opfer empfunden hätten, sondern immer als ein Geben und Nehmen, das ein hohes Maß an Befriedigung bedeute: „Die Stunde in der Woche, die wir schenken, ist überschaubar und manchmal viel zu schnell vorbei.“

Der Ehrenamtskreis trifft sich in regelmäßigen Abständen und auch hier geht es darum, miteinander zu reden und Erfahrungen auszutauschen. Besondere Freude würde es dem Kreis der Ehrenamtlichen bereiten, wenn er Zuwachs bekäme. (pm)

Kontakt: Wer Interesse hat, sich sozial zu engagieren, kann sich wenden an: Sozialstation St. Vinzenz, Ursula Guggeis, An der Reimlinger Mauer 1, Nördlingen, Telefon 09081/257323.

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