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FDP

02.08.2013

Milchbauern wollen Monitoring

Barfuß führt Fachgespräch in Zirndorf

Zirndorf Auf Initiative von MdL Georg Barfuß (FDP, Lauingen) diskutierte Ministerialrätin Elisabeth Viechtl vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium mit den Spitzen des BDM (Bundesverband Deutscher Milchviehhalter e. V.) in Nordschwaben auf dem Milchbauernhof der Eheleute Susanne und Rudolf Wüst in Zirndorf (bei Auhausen) über die Sorgen und Nöte der Milchbauern in unserer engeren Heimat.

In dem anderthalb Stunden dauernden Fachgespräch äußerte der BDM-Landkreisvorsitzende Josef Bissinger aus Mertingen, man sollte ein „Monitoring“ installieren, damit wir von „der Weltmarktorientierung wegkommen, hin zu einer nachfrageorientierten Produktion“. Hermann Kipfmüller aus Megesheim insistierte, „die Politik müsse den Umrechnungsfaktor, von 1,02 auf mindestens 1,03 erhöhen, was dem tatsächlichen spezifischen Gewicht der Milch entspricht und mittlerweile so in fast allen übrigen EU-Ländern der Fall“ sei.

BDM-Landesdelegierter Albert Frey von der Bauernhansenschwaige war der Meinung, „die 100%ige Andienungspflicht an nur eine Genossenschaft sollte auf den Prüfstand“, denn was hier fehle, sei der Wettbewerb der Nachfrager. Diese Ansicht teile im Übrigen auch das Bundeskartellamt.

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Rudolf Wüst stellte die Forderung auf, „der Freistaat Bayern solle die Mittel aus dem KULAP-Programm für Milchbauern so gestalten, dass dadurch die mittelständischen Landwirte auch weiterhin ihre Existenz sichern“ könnten. Alle zusammen vertraten die Ansicht, „Deutschland muss als größtes Milcherzeugerland Europas seinen Widerstand zum freiwilligen Produktionsverzicht gegen Ausfallentschädigung aufgeben“. Es gehe nicht an, dass die Landwirtschaft dauernd auf dem Altar der Industrie geopfert werde.

Barfuß und Viechtl versprachen, die Belange der Milchbauern sowohl im Landtag als auch im Ministerium ausführlich zu diskutieren um eine Lösung, wie von den Milchviehhaltern aufgezeigt, zu erreichen. (pm)

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