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Haushalt

06.12.2018

Millionenbetrag für Römerhalle vorgesehen

Die Römerhalle in Utzmemmingen ist inzwischen in die Jahre gekommen. In der Finanzplanung ist nun ein Millionenbetrag für die Sanierung vorgesehen.
Bild: Schied

Die Sanierung des Gebäudes in Utzmemmingen ist für das Jahr 2022 geplant. Außerdem wird das Wasser für die Riesbürger im kommenden Jahr teurer

Finanziell sieht sich die Gemeinde Riesbürg auch im kommenden Jahr gut aufgestellt, obwohl die Kommune kostspielige Vorhaben zu stemmen hat. Insgesamt umfassen die Investitionen 2,256 Millionen Euro, die im Vermögensteil des Haushalts gebucht werden. Das Gesamtvolumen des Zahlenwerks liegt bei 7,53 Millionen Euro. Der Etat kommt ohne Steuererhöhungen aus. Die Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer bleiben somit unverändert. Während die Abwasserentgelte stabil bleiben, müssen die Bürger ab 1. Januar allerdings für das Verbrauchswasser tiefer in die Tasche greifen. Die Gebühren pro Kubikmeter hierfür steigen ab dem 1. Januar von bisher 2,30 Euro auf 2,65 Euro. Der Grund: Höhere Bezugskosten vom Wasserzweckverband Siebenbrunnen sowie zahlreiche Wasserrohrbrüche, deren Reparaturen erhebliche Kosten verursacht haben.

Im Gemeinderat wurde der Haushalt für 2019 ohne große Diskussion einstimmig verabschiedet. Um ihn ausgleichen zu können, sind 567000 Euro an Krediten eingeplant. Ob diese benötigt werden, zeige sich erst im Laufe des Jahres, sagte Bürgermeister Willibald Freihart. Die größten Einzelposten sind der Finanzierungsanteil für das neue Kombigebäude für Feuerwehr und Bauhof in Pflaumloch mit 749000 Euro, der dritte Bauabschnitt zur Erschließung des Wohngebietes „Schlagäcker“ in Utzmemmingen mit 720000 Euro, die Glasfasererschließung des Gewerbegebietes „Lachwiesen“ in Pflaumloch und der Ringlesmühle bei Utzmemmingen mit 218000 Euro abzüglich eines Landeszuschusses von 124800 Euro sowie rund 160000 Euro für die Sanierung der Verbindungsstraße Pflaumloch-Nähermemmingen.

Dass sich die württembergische Riesgemeinde teure Projekte leisten kann, liegt auch an der immer noch gut laufenden Wirtschaft: Zum einen an den örtlichen Betrieben, die Gewerbesteuer an die Kommune zahlen, eingeplant sind 600000 Euro. Zum anderen an der guten ökonomischen Situation in Baden-Württemberg, was nicht zuletzt durch einen hohen Einkommensteueranteil von 1,3 Millionen Euro liegt. Zudem fließt aus Stuttgart rund eine Million Euro aus dem Landeshaushalt nach Riesbürg in Form von Schlüsselzuweisungen. Eine Menge Geld muss die Gemeinde jedoch auch abführen – beispielsweise für die Kreisumlage 838000 Euro und für die Finanzausgleichsumlage an das Land mit 589000 Euro.

Laut Kämmerin Ilse Weber wird der Schuldenstand bis Ende 2019 von 817000 Euro auf 2,1 Millionen Euro nach oben gehen, sollte die Kommune den eingeplanten Kreditbetrag komplett benötigen. Dies entspräche einer Pro-Kopf-Verschuldung von 923 Euro. Bei der Vorstellung der mittelfristigen Investitionsplanung wies Weber unter anderem auf die Sanierung der Römerhalle in Utzmemmingen hin, die einen Millionenbetrag verschlingen werde und für 2022 vorgesehen sei. Bereits 2020 stehe die Kanalerschließung des neuen Gewerbegebietes „Wert“ in Pflaumloch an, in dem das neuen Feuerwehr- und Bauhofsgebäude gebaut werde. Hier müsse mit Ausgaben von rund einer halben Million gerechnet werden, betonte die Kämmerin. Gestrichen wurde der Ansatz für einen Radweg von Nähermemmingen nach Pflaumloch. Rathauschef Freihart sieht hierfür inzwischen keine große Begeisterung bei der Stadt Nördlingen, wie er sagte. (bs)

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