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17.07.2010

Mit Vorzeige-Modell wird der Leerstand bekämpft

Wemding "Hier wird etwas für die Stadt sowie die Bürgerinnen und Bürger getan", betonte Bürgermeister Dr. Martin Drexler bei einem Pressegespräch im historischen Rathaus. Dabei stellte er mit den anderen Beteiligten das neue Leerstandsmanagement vor, mit dem der private Leerstand in der Altstadt behoben werden soll. Ein vergleichbares Konzept hat es in der Region bislang nicht gegeben.

"Die Stadt Wemding ist auf ihre Altstadt stolz. Sie liegt uns am Herzen. Der Marktplatz gehört zu den schönsten in Bayern", unterstrich Drexler den Stellenwert. "Das reiche historische Erbe Wemdings gilt es zu wahren und in die Zukunft zu führen. Darin sehe ich eine der wesentlichen Herausforderungen der aktuellen Stadtpolitik."

Anhand eines Fragebogens, der an alle Eigentümer leer stehender Privatgebäude in der Altstadt ging, wurde eine Bestandsanalyse erstellt. "Die aktuelle Zahl der Leerstände beträgt 54", informierte Drexler, der als wesentliche Ergebnisse nannte: "14 Anwesen stehen zum Verkauf, zehn sollen saniert werden - soweit dies wirtschaftlich tragbar ist." Die übrigen Eigentümer hätten derzeit kein Interesse an Verkauf oder Sanierung. Das Stadtoberhaupt erwähnte zudem die interessante Erkenntnis, dass vielen Befragten bei ihren Plänen der Denkmalschutz im Wege stehe und sie deswegen bislang nicht investiert oder saniert hätten.

In Absprache mit der Regierung von Schwaben möchte die Stadt Wemding in ein neues Städtebauförderprogramm aufgenommen werden, so Drexler. Voraussetzung dafür ist die Erstellung eines städtebaulichen Entwicklungskonzeptes. Zudem biete die Stadt das neue Beratungsangebot an, für die Bürgerinnen und Bürger ist die Erstberatung kostenlos. Dazu gehört eine Sanierungsberatung und -betreuung (Architekt Hermann Moser, Nördlingen), die steuerliche Erstberatung (durch die Wemdinger Steuerberaterkanzleien Hänsel, Hoinle und Aurnhammer) sowie die Finanzierungsberatung (Raiffeisen-Volksbank und Sparkasse). Dazu kommt noch das Fassadenfinanzierungsprogramm der Stadt.

"Kein Interessent wird alleine gelassen", betonte der Bürgermeister. Alle Beteiligten würden enormes "Engagement für ihre Stadt" zeigen. Die angebotene kostenlose Erstberatung in dieser Kombination sei in Schwaben wohl einmalig, stellte Drexler den Vorzeige-Charakter des Modells heraus. Eine Besonderheit wäre trotz der sonst herrschenden gesunden Konkurrenz auch die zielgerichtete Zusammenarbeit der beiden Geldinstitute.

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