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15.03.2009

Mitten in die Herzen getroffen

Wallerstein Auf Einladung der Katholischen Landvolkgemeinschaft des Dekanats Nördlingen gab die Liedermacherin Kathi Stimmer-Salzeder mit ihrem Aschauer Stimm-Kreis am Samstagabend in der Mehrzweckhalle in Wallerstein ein grandioses Konzert. In mitreißenden, sehr gefühlvollen Liedern mit anspruchsvollen, zum Nachdenken anregenden Texten erzählten die Musiker aus Oberbayern frei nach dem Lukasevangelium aus der Perspektive der beiden Jünger aus Emmaus von den ereignisreichen Tagen vor und nach dem christlichen Osterfest.

Hervorragende Akteure

Dabei begeisterten die 18 hervorragenden Akteure, Gesangsolisten und Instrumentalisten, die mehr als 600 Zuhörer nicht nur mit ihrem großen musikalischen Können: auch ihre österliche, temperamentvoll vorgetragene Botschaft "Halleluja, Jesus lebt" traf mitten hinein in die Herzen. Treten die Emmaus-Jünger in der Bibel erst nach der Auferstehung Jesu in Erscheinung, so setzte die Geschichte des Singspiels bereits einige Tage früher ein. In einer Reihe von fröhlichen, sehr rhythmischen Liedern lernten die Zuhörer die beiden Jünger Sara und Cleopas aus Emmaus kennen, wurden Zeuge ihrer Begegnung mit Lukas, einem Jünger Jesus, und begleiteten sie auf dem Weg nach Jerusalem zum Passah-Fest.

Dort erleben Sara und Cleopas aus der Ferne den triumphalen Einzug Jesus am Palmsonntag mit und finden bei Veronika und weiteren Anhängern des Jesus von Nazareth herzliche Aufnahme.

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Die Lieder dieses ersten Programmteils sprühten vor Lebensfreude, zu eingängigen Melodien sangen die Akteure von den neuen Impulsen des Glaubens, die Jesus aussendet. In den Liedern hatte die Liedermacherin auch bekannte Bibelstellen, wie die Hochzeit zu Kana oder die Begegnung mit dem Zöllner Zachäus verarbeitet. Auch das letzte gemeinsame Mahl, das Wunder der Wandlung von Brot und Wein fand seinen sehr innigen musikalischen Widerhall.

Nach der Pause, in der die Gäste vom Teenie-Club Birkhausen zugunsten der Aktionen Sternenkinder in Chile aufs Beste bewirtet wurden, spiegelte die Musik dagegen Gefühle wie Trauer und Angst wider. Jesus ist tot, gestorben am Kreuz. "Ganz beraubt bist du" und "Was geht noch, wenn keiner versteht?" - so lauten die Titel der Lieder. Und doch ist das Grab leer. Sara und Cleopas sind verwirrt, machen sich niedergeschlagen auf den Heimweg.

Auf diesem Weg begegnet ihnen der Auferstandene. Er erklärt den Jüngern die Ereignisse, beim gemeinsamen Mahl erkennen sie den Herrn. Durch seinen freiwilligen Opfertod erfüllt sich die Schrift. Und so siegen nicht Trauer und Tod sondern Hoffnung und Leben. Das letzte Lied beginnt mit der Frage "Sind auch dir die Augen aufgegangen?" und endet in dem Jubelruf "Halleluja, Jesus lebt".

Mit lang anhaltendem Applaus dankte das begeisterte Publikum den Musikern für den schönen Abend. Claudia und Franz-Josef Wolf vom Vorstand der Katholischen Landvolkgemeinschaft überreichten den Akteuren Osterkerzen, verbunden mit dem Wunsch: "Seid weiterhin Licht für die Menschen."

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