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Wohnraum

21.02.2015

Mittleres Ries will zusammenwachsen

Gemeinden Deiningen, Wechingen und Alerheim einigen sich auf Zusammenarbeit im Rahmen eines ländlichen Entwicklungskonzepts. Bei einem Thema herrscht noch Uneinigkeit

Den Wohnraum attraktiver machen: Dieses Ziel versprechen sich die drei Gemeinden Deiningen, Wechingen und Alerheim mit der Verabschiedung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts (ILEK), dessen Beschluss in den einzelnen Gemeinderäten bevorsteht. Am Donnerstagabend trafen sich die Gemeinderäte in Fessenheim zur Vorstellung des ILEK-Konzepts. Hintergrund des Entwicklungsplans ist die Tatsache, dass in Folge der zunehmenden Bevölkerungsabwanderung ein Ungleichgewicht zwischen Wohnangebot und Wohnnachfrage entstanden ist. Während der Familienanteil in den Gemeinden auf rund 35 Prozent geschrumpft ist, liegt der Anteil der Häuser mit fünf Zimmern und mehr bei über 70 Prozent. Es gibt also genug Platz zum Wohnen, nur wird er nicht effektiv genug genützt.

Das Konzept der Regionalplanungsfirma Raab und Kurz sieht in den nächsten drei Jahren eine Daseinsvorsorge für Jung und Alt, eine Siedlungs- und Ortskernentwicklung sowie einen Ausbau von Infrastruktur in den Gemeinden vor.

Älteren Menschen soll gezielt geholfen werden

Konkret bedeutet dies, dass zukünftig eine gemeinsame Koordinationsstelle vor allem für Senioren Fahrdienste und Unterstützung im Haushalt anbieten soll. Zudem soll mit der Unterstützung eines kommunalen Förderprogramms eine neue „ländliche Wohnqualität“ geschaffen werden - etwa indem man Altbauten im Ortsinnern wieder restauriert. Hierzu soll laut Planer Andreas Kurz eine entsprechende Bauberatung eingerichtet werden.

Im Zuge des gemeinsamen Infrastrukturausbaus ist die Entwicklung des Gewerbegebiets „Am Schlag“ in Fessenheim geplant. Fessenheim stellt den Knotenpunkt des Gemeindedreiecks Deiningen-Wechingen-Alerheim dar und ist auch als Standort eines gemeinsamen Bauhofs vorgesehen. In diesem Punkt gehen die Zukunftsvorstellungen der drei Gemeinden allerdings auseinander.

Während Wechingen und vor allem Alerheim einen Bauhof benötigen und auf eine baldige Entscheidung drängen, sieht die Gemeinde Deiningen aus wirtschaftlichen Gründen keinen Bedarf für die Errichtung eines gemeinsamen Bauhofs. „Wir haben bereits einen Bauhof und sehen daher keine Notwendigkeit für einen Neubau. Außerdem würde ein neuer Bauhof nicht in unseren Haushaltsplan passen“, bestätigt die zweite Bürgermeisterin Deiningens, Sonja Gernhäuser-Weng.

Eine Lösung: ein „Zweier-Bauhof“

Eine Lösung könnte ein „Zweier-Bauhof“ für Wechingen und Alerheim sein. „Die Gemeinden Wechingen und Alerheim könnten einen gemeinsamen Bauhof auch ohne Deiningen stemmen“, bekräftigt Wechingens Bürgermeister Klaus Schmidt. „Wir sind uns sonst einig und wollen nun in die Umsetzung des Entwicklungskonzepts gehen“, ist der Alerheimer Bürgermeister Christoph Schmid optimistisch. Nun fehlt also nur noch das endgültige „Ja“ der Gemeinderäte.

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