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Digitalisierung

27.10.2018

Mobilfunkpläne für Oettingen diskutiert

Im Stadtrat stellt die Stadtteilliste ihre Überlegungen für ein besseres Netz in einigen unterversorgten Gebieten vor. Wer von diesem Vorschlag profitieren könnte

Im Nordries ist ein Thema derzeit allgegenwärtig: die Verbesserung des Mobilfunknetzes. Die Funklöcher sollen endlich weniger werden. Während in Hainsfarth viel Widerstand vonseiten der Bürger aufkommt, sammelten Fremdinger sogar Unterschriften für die Verbesserung des Netzes. Und weil die Telekom derzeit auch in Ehingen am Ries einen neuen Masten errichten will, lag für die Oettinger Stadtteilliste der Gedanke nahe, diese Möglichkeit direkt zur Optimierung der Netzversorgung in Breitenlohe, Erlbach und Niederhofen zu nutzen. Die Orte liegen nur einen Steinwurf entfernt im Norden Ehingens.

Helmut Schmidt (SLO) schlägt in der jüngsten Stadtratssitzung vor, dass der Stadtrat die Kontaktaufnahme mit der Telekom beschließen sollte. Ergänzend dazu schlug Schmidt auf den Wunsch von Rudolf Oesterle (PWG) vor, den Antrag nicht nur auf drei, sondern alle unterversorgten Stadtteile anzuwenden und zu prüfen, welche Möglichkeiten im Rahmen eines neuen Förderprogramms zur Verfügung stünden. Das Gremium stimmte den Anträgen zu.

Thomas Fink (CSU/FWG) war Oesterles Meinung, eine Verbesserung aller unterversorgten Gebiete herbeizuführen. Robin Bhattacharyya (SPD) warnte, sich nicht zu schnell auf ein noch nicht von der Europäischen Union genehmigtes Förderprogramm zu stürzen. Bernhard Raab (SLO) meinte, dass es gut wäre, wenn die Stadt auf die Telekom zugehen würde. Das sei auch in Fremdingen von Vorteil gewesen.

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Bürgermeisterin Petra Wagner sagte, dass sie den Antrag der Stadtteilliste ebenfalls unterstützen werde. Das Thema liegt in ihren Augen auch der Bevölkerung am Herzen, was immer wieder an Bürgerversammlungen festgestellt werden könne. Wagner führt aus, dass sie bereits unabhängig vom Antrag der SLO bei der Telekom eine Anfrage gestellt habe, darauf aber noch keine Antwort erhalten habe.

Breitband: Künftig DSL Mobil als Anbieter

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung einen weiteren Beschluss gefasst, der die Digitalisierung in und um Oettingen vorantreiben soll. Ohne Gegenstimme votierte das Gremium für schnelles Internet via Glasfaser in den unterversorgten Gebieten, das durch die Firma DSL Mobil GmbH gebaut werden soll. Sie hat ihren Sitz in Asbach-Bäumenheim und befasst sich hauptsächlich mit dem Ausbau des Hochgeschwindigkeitsinternets in ländlichen Regionen. Das Projekt kostet rund 618000 Euro, 80 Prozent würden aber gefördert werden, letzlich bleibe also ein Eigenanteil von rund 166340 Euro bei der Stadt. Die Ausführungen teilte Dominik Einsele dem Gremium mit und beantwortete auch die Fragen der Stadträte. Rudolf Oesterle wollte unter anderem wissen, ob der Anbieter dann exklusive Rechte besitzen würde. Einsele entgegnete ihm, dass es einen offenen und diskriminierungsfreien Netzzugang geben müsse. Das Netz könnte also auch von anderen Betreibern genutzt werden, wenn sich die Unternehmen untereinander einigten. Robin Bhattacharyya kritisierte, dass man den festgelegten Betrag von einer halben Million überschreiten würde und ob es möglich sei, die Sportplätze aus der Versorgung auszuschließen. Einsele aber antwortete ihm, dass das Angebot aufgrund der steigenden Tiefbaupreise teurer werden würde, wenn man das Projekt jetzt fallen ließe. Die Kostensteigerungen wurden von mehreren Räten kritisiert. Bernhard Raab, Rudolf Oesterle und Ludwig Deubler sagten allerdings, dass man dennoch „notgedrungen“ dem Vorhaben zustimmen werde.

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