Newsticker
10.000 Impfdosen stehen bereit: Bayern beginnt mit Impfungen für Polizisten
  1. Startseite
  2. Lokales (Nördlingen)
  3. Möttinger Bahnübergang: Zehn Minuten Wartezeit sind künftig realistisch

Sicherheit

27.01.2019

Möttinger Bahnübergang: Zehn Minuten Wartezeit sind künftig realistisch

Bayerns Bahnchef Klaus Dieter Josel kam nach Möttingen, um mit Vertretern der Gemeinde und verschiedenen Behörden über den Umbau des Bahnübergangs zu sprechen. Von links: Wolfgang Betzl (Staatliches Bauamt Augsburg), Klaus Dieter Josel, Bürgermeister Erwin Seiler und Bundestagsabgeordneter Ulrich Lange.
Bild: Schied

Bayerns Bahnchef betont, bei den Umbauplänen werde es keine Änderung geben.

Dass der höchste Repräsentant der Deutschen Bahn in Bayern wegen eines Bahnübergangs in die Provinz kommt, gilt durchaus als ungewöhnlich. Für Möttingen machte Klaus-Dieter Josel aber eine Ausnahme. Mit Vertretern staatlicher Stellen und des örtlichen Gemeinderats diskutierte er bei einem Treffen im Bürgerzentrum über die umstrittene Umgestaltung des Bahnübergangs von der Bundesstraße 25 nach Lierheim, die in jüngster Vergangenheit für viel Gesprächsstoff gesorgt hatte. Die Möttinger befürchten durch eine neu zu installierende Technik künftig Schließzeiten der Bahnschranken von bis zu 15 Minuten, was zu erheblichen Rückstaus am Übergang selbst, aber auch an den künftigen neuen Ampelanlagen führen könnte.

Bekanntlich ist Möttingen ein Kreuzungsbahnhof, auf dem die Regionalzüge aus Aalen und Donauwörth wegen der Eingleisigkeit der Strecke aufeinander warten. Besonders bei Verspätungen kommt es bereits jetzt mitunter zu erheblichen Standzeiten an den geschlossenen Schranken. Allerdings kann der Fahrdienstleiter momentan die Schranken zwischendurch „händisch“ öffnen, um einige Fahrzeuge passieren zu lassen. Dies wird künftig nicht mehr möglich sein.

Zu dem Gespräch über mögliche Alternativen hatte der CSU-Bundestagsabgeordnete Ulrich Lange eingeladen, der einen engen Draht zu Bayerns Bahnchef hat und dadurch dessen kurzen Abstecher ins Ries auch möglich machte.

Klaus-Dieter Josel betonte, dass es seitens der Bahn keine Änderungen an den Umbauplänen geben werde. Man sei an die Auflage des Eisenbahn-Bundesamtes gebunden, bis 2021 durch eine neue Signaltechnik den Übergang sicherer zu machen. Zwar würden die Schranken künftig länger als bisher geschlossen sein, räumte Josel ein. Die befürchteten 15 Minuten seien allerdings nicht realistisch. Er gehe von maximal zehn Minuten aus. Der Bahnchef hatte nach Möttingen auch eine gute Nachricht mitgebracht. Im Zuge der Bauarbeiten am Übergang würden die beiden Bahnsteige erneuert und auf 76 Zentimeter angehoben. Das bedeute eine Aufwertung des Bahnhofes. Wenn jetzt auch noch eine Fußgänger- und Radwegeunterführung unmittelbar am Übergang entstehen würde, wäre dies ideal, so Josel. Damit könnte vom Bahnhofsvorplatz der Außenbahnsteig in Richtung Nördlingen erreicht werden, ohne wie bisher die Gleise überqueren zu müssen.

Ulrich Lange regte an, bis Ostern zusammen mit dem Landratsamt den mittlerweile auf Eis gelegten Bau einer Unterführung der Gleise im Bereich des Möttinger Bahnhofes erneut zu prüfen, ebenso wie die Errichtung einer neuen Geh- und Radwegunterführung. Auch sollte nochmals mit der zuständigen Bayerischen Eisenbahngesellschaft über die Fahrplangestaltung auf der Strecke gesprochen werden mit dem Hintergrund, eventuell die Zugkreuzungen von Möttingen doch wegverlegen zu können. Bisher wurde dies abgelehnt.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren