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10.10.2019

Möttinger wollen mehr Kandidaten für die Bürgermeisterwahl

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Auf diesem Gelände zwischen der Bundesstraße 25 und dem Kreuzweg in Möttingen sollen bald sechs Mehrfamilienhäuser entstehen.
Bild: Gemeinde Möttingen

Plus Für die Gemeinde gibt es derzeit nur einen Kandidat um den Chefsessel im Rathaus. Wie sind die Aussichten für einen Mitbewerber, wie es einige Bürger gern hätten?

Die überparteiliche Wählergemeinschaft Möttingen will am 26. Oktober Timo Böllmann offiziell zum Bürgermeisterkandidaten der 2500-Einwohnergemeinde küren. Dass der derzeitige Dritte Bürgermeister eine breite Mehrheit erhalten wird, gilt als sicher. Bislang ist der 39-jährige Gemeinderat und hauptberufliche Leiter des Pflegezentrums des Roten Kreuzes in Donauwörth der einzige Bewerber um den Chefsessel im Rathaus.

Timo Böllmann

Einer ganzen Reihe von Bürgern in Möttingen und den Ortsteilen passt diese Konstellation ganz und gar nicht. Sie hätten gerne einen oder mehrere Mitbewerber, damit sie bei der Wahl am 15. März kommenden Jahres eine Auswahl haben, lautet der allgemeine Tenor. Zwar endet die Bewerbungsfrist erst am 25. Januar 2020. Doch die Aussicht, dass noch jemand in den Ring steigen wird, gilt innerhalb der Kommune als nicht gerade groß.

Einer, der die Möttinger Verhältnisse seit vielen Jahren kennt, seinen Namen aber nicht in der Zeitung lesen möchte, sagt, der Wunsch nach mehreren Kandidaten für das Bürgermeisteramt liege seiner Einschätzung nach nicht etwa in einer grundsätzlichen Ablehnung von Timo Böllmann. Obwohl dessen Bewerbung keine Jubelschreie in der Gemeinde ausgelöst habe, gelte er doch als akzeptabler Kandidat. Offensichtlich sei in der Gemeinde das demokratische Verständnis der Bürger so ausgeprägt, dass sie bei einer so wichtigen Wahlentscheidung eine echte Auswahlmöglichkeit haben wollen.

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Freilich gelte das nicht für alle. Vielen sei die Wahl schlichtweg „wurscht“. Zudem gebe es in der Kommune eine Spezies von Menschen, die häufig großmächtig zu allem und jenem „den Mund aufreißen“ würden, selbst aber nicht bereit seien, sich kommunalpolitisch zu engagieren.

Ein richtiger Wahlkampf mit dem Austausch von Argumenten wäre interessant, sagen Bürger

Ein Möttinger Unternehmer sieht das ähnlich. „Nichts gegen den Timo“ – ihm aber alleine das Feld zu überlassen, sei nicht so gut. Nach dem überraschenden Rückzug von Amtsinhaber Erwin Seiler, mit dem die wenigsten Möttinger gerechnet hätten, wäre ein richtiger Wahlkampf mit dem Austausch von Argumenten schon interessant. Er persönlich hoffe, dass sich bis Ende Januar noch jemand melden werde.

Mit Gelassenheit verfolgt Rathauschef Seiler die aufgekommene Diskussion. Immer wieder werde auch er auf das Thema angesprochen. „Was soll ich dazu sagen? Das ist nicht meine Angelegenheit“, betont Seiler im Gespräch mit unserer Zeitung. Er bekräftigte vielmehr seine Haltung, sich völlig aus der Debatte um seine Nachfolge herauszuhalten. „Das habe ich bei meiner Ankündigung, nicht noch einmal anzutreten, erklärt und dabei bleibt es“.

Timo Böllmann hatte bereits bei seiner Kandidatur im Juli den Rieser Nachrichten gegenüber gesagt, er konzentriere sich ausschließlich auf seine Bewerbung, ungeachtet möglicher Gegenkandidaten.

Bei seiner offiziellen Nominierung Ende des Monats wird allgemein erwartet, dass Böllmann erste konkrete inhaltliche Aussagen darüber macht, welche Vorhaben er als möglicher Bürgermeister umsetzen wolle.

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