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Löpsingen

24.07.2020

Montessori-Kinderhaus in Löpsingen erhält eine neue Krippengruppe

So sieht der Raum für die neu geschaffene Krippengruppe im Löpsinger Montessori-Haus aus.
Bild: Ronald Hummel

Plus Das Montessori-Kinderhaus bekommt eine eigene Krippe. Bisher hatte man mit einem Provisorium gearbeitet.

Bislang wurde im Löpsinger Montessori-Kinderhaus „Sonnenkäfer“ improvisiert: Offiziell gab es zwei Kindergartengruppen, aber keine eigene Krippe. Da die Kapazitäten von 25 Kindern pro Gruppe nicht erreicht waren (derzeit sind es 44 Kinder), konnte man dennoch auch zwölf Kinder im Alter von 18 Monaten bis drei Jahren aufnehmen. „Die kamen in eine inoffizielle Krippe, weil man sie von der Betreuung und vom pädagogischen Standpunkt her nicht einfach mit älteren Kindern mischen kann“, sagt die Leiterin des Kinderhauses, Andrea Engelhard. Die kleineren Kinder wurden also im Obergeschoss in den Räumen der Krabbelgruppe extra betreut. Das ändert sich jetzt.

Das funktionierte, aber es war eben nur ein Provisorium. Daher beschloss der Träger, sprich der Kirchenvorstand der evangelischen Kirchengemeinde Löpsingen, ab dem neuen Schuljahr im September neue Strukturen zu schaffen und offiziell eine Krippengruppe einzurichten. Das heißt, die Gesamtkapazität des Hauses erhöht sich von 50 Kinder auf 62; je 25 pro Kindergartengruppe und zwölf in der Krippengruppe – plus ein weiteres Krippenkind, das im Laufe des Jahres drei Jahre alt wird und die Gruppe wechselt.

Die Kita Löpsingen könnte mehr Personal erhalten

Die neue Struktur werde sich wohl auch positiv auf den Personalschlüssel auswirken, doch genaueres stehe dazu im Moment noch nicht fest, so die Leiterin. Bis auf zwei Kinder wechseln die bisherigen „inoffiziellen“ Krippenkinder zum neuen Schuljahr in die anderen Gruppen.

Der nahtlose Übergang ist laut Andrea Engelhard sehr wichtig: „Vielen unserer Eltern liegt viel daran, dass ihre Kinder möglichst früh im Kontakt mit anderen aufwachsen, wobei die Montessori-Pädagogik im Vordergrund stehen sollte.“ Schließlich werde man schon lange nicht mehr als „Aufbewahrungshaus“ gesehen, sondern ganz bewusst als Bildungsstätte. Die Nachfrage nach Krippenplätzen steigt ständig, was Andrea Engelhard nicht weiter verwundert: „Das Baugebiet in Löpsingen wächst und es gibt immer mehr Kinder.“ Zudem steige bei den Müttern wohl der Trend, ins Berufsleben zurückzukehren.

Die Krippengruppe erhält einen neuen Raum

Auch räumlich passte man sich den neuen Strukturen an: Die neue Krippengruppe bekommt einen etwa zehn Quadratmeter größeren Raum im Erdgeschoss – die Leiterin und ihr Team nutzten die Corona-Pause und gestalteten den Raum bereits im Einklang mit den pädagogischen Anforderungen. So betritt man gleich zu Beginn eine freie Fläche, die als „kulturfreie Zone“ wichtig für die Krippenkinder ist. Hier wird alles angeboten, was die Phantasie hemmungs- und regelfrei anregt: Schütten, sammeln, aufhäufen, klettern auf dem „Pickler-Dreieck“ aus zwei kleinen Sprossenwänden, die man mit übergeworfenen Decken auch schnell zur Höhle umfunktionieren kann. Der Essbereich dient gleichzeitig den Übungen für das tägliche Leben wie löffeln, umgießen, Gegenstände mit Klammern aufnehmen, Tabletts sortieren. Nebenan sind Wickel- und Schlafraum, durch die Balkontür ist der direkte Weg in den Garten frei. Vom Landratsamt kam bei einer Besichtigung schon großes Lob für die große Liebe zum Detail bei der Einrichtung.

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