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Nördlingen

03.01.2020

Müll aufräumen nach dem Feuerwerk

Nach dem Silvesterfeuerwerk über der Stadt bleibt eine Menge Müll übrig. Dieses Bild von der Marienhöhe schickte Leser Nico Jilka an unsere Redaktion. Den Müll muss der Nördlinger Bauhof entfernen.
Bild: Nico Jilka

Plus Nach dem Feuerwerk bleibt Müll übrig, den der Bauhof entfernen muss. Die Müllmenge hat sich in Nördlingen im Vergleich zu den Vorjahren verändert, sagt der Pressesprecher der Stadt.

Nördlingen Bunt blitzten die Feuerwerke über der Stadt, goldener Glitzerregen oder rote Strahlen flogen an Silvester hoch in den Himmel. Schnell legte sich um den Daniel ein grauer Schleier. Dieser ist mittlerweile verschwunden, stattdessen kamen am nächsten Morgen die Überreste des Feuerwerks zum Vorschein: leere Batterien, Papiere, Holzstangen und noch mehr Feuerwerksbatterien.

Ein Leser schickte an unsere Redaktion Bilder von der Marienhöhe, darauf sind mehr als 20 leergeschossene Batterien zu sehen. Diese müssen nur einmal angezündet werden und verschießen eine Vielzahl an Feuerwerken, teilweise auch mit verschiedenen Effekten. Viel Spektakel am Himmel mit wenig Aufwand.

Wenn diejenigen, die ein Feuerwerk zünden, ihren zurückbleibenden Müll nicht aufräumen, muss der Bauhof ran. Vier Mitarbeiter waren in Nördlingen an Neujahr für vier Stunden im Einsatz gewesen, sagt der Pressesprecher der Stadt Nördlingen, Rudi Scherer. Einer sei mit der Kehrmaschine unterwegs, einer habe die Papierkörbe entleert und zwei Mitarbeiter hätten die Straßen händisch gesäubert und den Müll in einem Pritschenwagen befördert. Scherer sagt zu dem anfallenden Müll: „Innerhalb der Stadtmauer ist es deutlich besser geworden. Es verlagert sich mehr vor die Stadttore.“ Einen Schwerpunkt habe es in diesem Jahr in der Straße vor dem Baldinger Tor bis zum Schnellrestaurant gegeben. Etwas weniger Feuerwerk als dort sei vor den anderen Stadttoren gezündet worden. Wie viel Müll eingesammelt werde, könne er nicht sagen. Aber es sei weniger geworden. Was gezündet wird, kann Scherer aber sagen: Der Trend gehe immer mehr zu Feuerwerksbatterien.

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Holzstöcke könnten die Kehrmaschine beschädigen

Beim Reinigen würden zunächst die Holzstecken der Raketen eingesammelt, da diese die Kehrmaschine beschädigen könnten. Dann säubere man die Zugangsstraßen zu den Toren sowie die stark frequentierten Bereiche in der Stadt. Erst dann kümmerten sich die Mitarbeiter um die anderen Gebiete, beispielsweise die Marienhöhe.

Beschädigungen durch Feuerwerk sind dem Pressesprecher nicht bekannt. Auch in Oettingen sei nichts kaputt gegangen, sagt Johann Bruckmeyer vom Bauhof. In der Stadt seien an Neujahr fünf Mitarbeiter vom Bauhof für zwei Stunden unterwegs gewesen und hätten vor allem die Hauptstraßen und die Altstadt aufgeräumt. Am 2. Januar seien zwei Personen je fünf Stunden mit dem Müll in Grünanlagen und auf Plätzen beschäftigt gewesen, sagt Bruckmeyer. Insgesamt habe man zwei Kubikmeter Abfall eingesammelt, das sei ähnlich wie in den vergangenen Jahren gewesen. Er erinnert sich aber, dass es vor einiger Zeit auch anders war: „Früher sind wir bis zum Mittag unterwegs gewesen, da war der ganze Marktplatz voll“, schildert Bruckmeyer.

In Bopfingen sei die Müllmenge ähnlich wie in den vergangenen Jahren gewesen, vier Mitarbeiter hätten vier Stunden lang aufgeräumt, sagt Vorarbeiter Helmut Stahl vom Bauhof. Er stelle ebenfalls fest, dass es immer mehr Batteriefeuerwerk gebe und führt aus: „Die Teile werden immer größer.“

Dass privates Schießen in Nördlingen untersagt und stattdessen ein zentrales, organisiertes Feuerwerk veranstaltet werde, ist nach Scherers Informationen derzeit keine Überlegung. Falls die Diskussion aufkommen sollte, sei es aber durchaus möglich, dass der Vorschlag einmal in einer Stadtratssitzung angesprochen werde. Dann würde das geprüft.

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