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Show

26.01.2019

"Musical Moments": Streifzug durch die Welt der Musicals

Das Musical-Ensemble holte während der Show auch Zuschauer auf die Bühne.
Bild: Dieter Mack

Sänger und Entertainer Espen Nowacki bietet zusammen mit seinem Ensemble einen mitreißenden Abend. Welche Songs beim Publikum im Klösterle besonders gut ankamen.

Kaum ein Unterhaltungs-Genre hat in den vergangenen Jahrzehnten einen solchen Boom erfahren, wie das Musical. Allerdings sind die großen Theater weit entfernt und die Ticket-Preise hoch. In diese Bresche springen Tournee-Ensembles wie das des Sängers, Entertainers und Produzenten Espen Nowacki. Mit seinen „Musical Moments“ gastierte der gebürtige Norweger im fast ausverkauften Nördlinger Stadtsaal Klösterle und präsentierte den rund 400 Besuchern eine mitreißende Show mit einer bunten Auswahl bekannter Hits aus erfolgreichen Musicals.

Nach einem etwas langatmigen Einstieg und einer Vorstellungsrunde dominieren zunächst die gefühlvollen Stücke den Abend. Im Titelsong aus „Phantom der Oper“ demonstriert Nadine Hammer ihre stimmlichen Qualitäten, und Espen Nowacki glänzt mit „So sehr fehlt mir dein Gesang“ aus „Die Liebe stirbt nie“. Jessie Roggemann zeigt bei „Wein’ nicht um mich, Argentinien“ aus „Evita“ ihre Fähigkeiten und Zoltan Tombor gibt als „Glöckner von Notre Dame“ mit „Draußen“ eine Kostprobe seines Könnens.

Richtig Leben kommt auf die Bühne, als eine ganze Sequenz von Songs aus „Grease“ aufgeführt wird. Bei der gelungenen Choreographie mit coolen Buben und gackernden Mädchen sind erstmals alle acht Akteure an Bord, während bei „Summer Nights“, „Greased Lightnin’“ und dem „You ‘re The One That I Want“ auch das Publikum in Stimmung kommt. Beim anmutigen „Farbenspiel des Winds“ aus „Pocahontas“ darf sich Lina Ritters erfolgreich als Sängerin versuchen.

Opulente Abendkleider und aufgepeppte Nonnenkostüme

Aufgewertet wird die abwechslungsreiche Show von phantasievollen und thematisch stimmigen Kostümen, egal ob opulente Abendkleider, aufgepeppte Nonnenkostüme oder glitzernder Disco-Look. Auch die Bilder und Animationen auf den Projektionswänden lassen den Zuschauer in die Erlebniswelt der Figuren eintauchen – wie das Schloss Neuschwanstein bei „Ludwig II.“ oder die Weite des Wilden Westens. Zudem sorgen die vier Tänzer Anna Carave, Anjuska Dabanovic, Lina Ritters und Dominik Halamek mit beeindruckender Akrobatik für quirliges Treiben auf der Bühne.

Nach dem wunderbar choreografierten „Supercalifragilisticexpialigetisch“ aus „Mary Poppins“ nimmt die Show gegen Ende noch mal richtig Fahrt auf. Bei den Queen-Hits „Don’t Stop Me Now“ und „Somebody To Love“ aus „We Will Rock You“ klatschen alle mit, und bei „I Will Follow Him“ und dem wilden „Shout“ aus „Sister Act“ stehen bereits die ersten Zuschauer.

Als dann mit „Sweet Transvestite“ und dem „Time Warp“ die bekanntesten Nummern der „Rocky Horror Picture Show“ (herrlich: Espen Nowacki als androgyner „Frank N. Furter“ in Korsett, Lederslip, Disco-Stiefeln und Netzstrümpfen) zelebriert werden, hält es niemanden mehr auf den Sitzen.

Am Schluss werden die Darsteller nach einem Glitzerkostüm-Medley aus „Mamma Mia“ – mit „Waterloo“ und „Thank You For The Music“ – stürmisch gefeiert. Dass der Anfang etwas holprig war und manche Moderation nur bedingt witzig geriet – geschenkt. Insgesamt stand eine energiegeladene, bunte und begeisternde Musical-Revue, die den Besuchern drei Stunden lang ein rauschendes Fest für Augen und Ohren bereitete.

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