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Konzert

04.07.2019

Musikschüler erinnern an Wiltrud Faußner

Die Mitwirkenden der Wallersteiner Musikschule bei der Matinee: Die jungen Musiker und ihre Zuhörer gedachten Wiltrud Faußner.
Bild: Blaser

Matinee in der evangelischen Versöhnungskirche in Wallerstein

Zum Gedenken an Wiltrud Faußner hat die Antonio-Rosetti-Musikschule in der evangelischen Versöhnungskirche in Wallerstein eine Matinee gegeben. Zu Beginn würdigte Peter Hoenke-Eisenbarth, der Leiter der Musikschule, das Wirken von Faußner im Vorstand des Trägervereins, und zwar von Beginn dessen Bestehens an. Er beschrieb Faußner als eine ganz geradlinige, sympathische, warmherzige und humorvolle Frau.

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Anschließend zeigten fortgeschrittene Schüler auf ihren Instrumenten ein breites Spektrum herrlicher Musik von der Renaissance bis in die Gegenwart. Livia Neuner eröffnete am Klavier mit der Arabesque op. 100/2 von Friedrich Burgmüller. Danach erinnerte Thomas Henle am Klavier mit „Variationen über ein Thema von Papanini“ des russischen Komponisten Isaak Berkowitsch an den „Teufelsgeiger“ Nicolo Paganini. Das Akkordeon-Ensemble unter der Leitung von Veronika Eisenbarth trug Variationen aus dem „Concertino G-Dur“ von Curt Mahr vor, wobei Petra Henle den Solo-Part einfühlsam gestaltete. Mit zwei Sätzen aus der Suite op. 123 von Robert-Charles Martin, einem Lehrer von Arthur Honegger, erfreuten Michael Blaser und Valentin Müller unter der Leitung von Larissa Pavliukevich das Publikum. Danach überzeugte Carina Henle auf der Sopran-Blockflöte mit der „Ricertata quinta“ von Giovanni Bassano, einem venezianischen Komponisten der Spätrenaissance, das Publikum. Mit dem Stück „Die Hirtenflöte“ aus den „Chinesischen Bildern“ des aus Südkorea stammenden Komponisten Isang Yun überraschte sie die Zuhörer mit der Tenor-Blockflöte und mit fremdartigen Klängen. Es war eine Einladung, sich auf diese ungewohnte kontemplative Musik einzulassen, indem man sich Bilder der gewaltigen Landschaften Zentralasiens vor Augen führte.

Rebecca Ernst beeindruckte auf der Querflöte – begleitet von Peter Hoenke-Eisenbarth mit der Gitarre – mit dem „Presto“ aus der Sonate Nr. 1 von Gustav Gunsenheimer, bei diesem schnellen Satz wechseln die Takt-Arten ständig. Bei der Sonate von Gaetano Donizetti, bei der sie wieder von Peter Hoenke-Eisenbarth, diesmal am Klavier, begleitet wurde, waren die Zuhörer von der Virtuosität und dem harmonischen Zusammenklang der beiden Instrumente fasziniert. Ein besonderes Erlebnis war das von Andre Schneider vorgetragene „Adagio sostenuto“ aus der Sonate Cis-Moll von Ludwig van Beethoven („Mondscheinsonate“). Das Publikum war überrascht, wie einfühlsam Andre Schneider, der bei früheren Konzerten als ungewöhnlich begabter Trompeter und an der E-Gitarre geglänzt hatte, dieses romantische Stück am Klavier vortrug.

Zum Abschluss zeigten noch einmal Henle auf der Alt-Blockflöte und Hoenke-Eisenbarth am Cembalo bei den vier Sätzen Adagio, Allegro, Largo und Presto der Sonata C-Dur op. 1 Nr. 2 von Francesco Barsanti den Zauber, den „alte Musik“ immer wieder ausübt. (pm)

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