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Bürgerversammlung

27.04.2015

Muss die Gemeinde einen Kredit aufnehmen?

Forheims zweiter Bürgermeister Andreas Bruckmeier (links) ehrte im Kreise von Gemeinderäten Bürgermeister Werner Thum und dessen Frau Rosa.
Bild: Jim Benninger

In Forheim stehen hohe Investitionen an. Das passiert mit dem Gewinn aus den Abwassergebühren

Rund 60 Einwohner kamen zur jüngsten Forheimer Bürgerversammlung im Aufhausener Gemeindezentrum. Dieses wurde vor einigen Jahren neu gebaut und ist seitdem Mittelpunkt der kleinen Gemeinde. So soll es bald auch in Forheim sein, denn dort baut und saniert man seit dem vergangenen Jahr ortsbildende Gebäude.

Rund 2,5 Millionen Euro sollen insgesamt in das neue Gemeindezentrum sowie 200000 Euro in den Umbau des Rathauses gesteckt werden. Damit könnte es nötig werden, dass man heuer nach Jahren der Schuldenfreiheit wieder einmal einen Kredit aufnehmen muss. „Doch ich kämpfe dafür, dass wir diesen nicht brauchen“, sagte Bürgermeister Werner Thum, der bereits seit einem Vierteljahrhundert die Gemeinde führt. Dafür wurde er jetzt von seinem Stellvertreter Andreas Bruckmeier ausgezeichnet. Gleichzeitig gab es auch für Ehefrau Rosa eine Urkunde und einen großen Blumenstrauß, hielt sie doch ein Vierteljahrhundert ihrem Mann den Rücken frei und kümmerte sich um die Sauberkeit im Rathaus, sagte Bruckmeier in seiner Laudatio.

Auch für den Bürgermeister gab es lobende Worte, war er doch seit seiner Wahl 1990 stets um den Ausgleich der beiden kleinen Dörfer bemüht. Die Bürger hätten ihm dies mit einer viermaligen Wiederwahl gedankt. So habe das, was ein Ortsteil bekam, einige Jahre später auch der andere bekommen, sagte Bruckmeier. Nach Kanalisation, Straßen- und Dorferneuerung, gehörten dazu in den vergangenen Jahren unter anderem auch ein neuer Kindergarten und zuletzt die Gemeindezentren.

Und dies nur mit geringstmöglicher Belastung, denn Thum verstand es stets, große Fördertöpfe zu finden, sagte Bruckmeier. Zudem halfen Einwohner, Gemeinderäte und auch der Bürgermeister stets selbst mit. So konnte die Gemeinde seit Jahren schuldenfrei arbeiten, nur jetzt könnte durch die Kreditaufnahme eine Belastung von voraussichtlich 268 Euro pro Kopf zustande kommen. Grund dafür seien neben geringeren Schlüsselzuweisungen auch die geringeren Einnahmen aus der Gewerbesteuer, so Thum in seinen Ausführungen, über ein zuletzt für seine Gemeinde schwieriges finanzielles Jahr.

Dennoch habe man auch noch etwas „auf der hohen Kante“, wofür es allerdings kaum noch Zinsen gegeben habe. Für die kommenden Jahre gebe es wieder bessere Aussichten, obwohl auch heuer noch in die aktuellen Projekte investiert werden müsse. Diese sollen unter anderem mit einer elfprozentigen Zuführungsrate bewerkstelligt werden. Die neuen Rathaus-Fenster hätten sich bereits bewährt, so Thum, denn seither friere es ihn auch nicht mehr in dem alten Gebäude. Für 155000 Euro habe man zudem auch in der Südriesgemeinde ein schnelleres DSL bekommen. Heuer werde man zudem 25000 Euro für die Kirchenrenovierung geben, 50000 für die Rekultivierung der örtlichen Bauschuttdeponie und 100000 für den Radweg entlang der Kreisstraße DON 8, die ebenfalls saniert werde. Viele Gemeinden machen zudem Minus bei den Abwassergebühren, Forheim seit der Erhöhung von 2,20 auf 2,70 Euro dagegen 15000 Euro Gewinn. Dieser werde aber schon wieder gebraucht, so Thum, denn es stehe eine 23000-Euro-Reparatur in der Kläranlage an.

Ein besonderes Anliegen ist dem Bürgermeister der Gemeindewald. Dieser wurde bereits zu seinem Amtsantritt von Orkan Wibke und erst vor wenigen Wochen von Orkan Niklas stark geschädigt. Zuletzt fielen rund 80 Festmeter Schadholz an. In einer ILEK mit Mönchsdeggingen, Amerdingen und eventuell Hohenaltheim könnte man zudem Projekte wie das Kernwegenetz angehen, wofür es bis zu 80 Prozent Zuschüsse geben könnte.

Der Bürgermeister schloss mit dem Dank an alle, die beim Gelingen der Ortsvorhaben mithalfen. Allen voran der Forheimer Schützenverein, der an seinem neuen Heim im nahezu fertigen Gemeindezentrum kräftig mithelfe.

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