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Möttingen

26.06.2016

Nach zwei Versuchen der Sieg

Die glücklichen Gewinner des 20. Bude-6-Kampfs: Education 94 Marktoffingen holte sich den  Sieg.
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Die glücklichen Gewinner des 20. Bude-6-Kampfs: Education 94 Marktoffingen holte sich den  Sieg.
Foto: Sophia Huber

16 Teams aus dem Ries kämpften dieses Jahr um den Wanderpokal beim Bude-6-Kampf.

Schwimmreifen, Einkaufswägen, gestapelte Dosen und Tennisbälle liegen auf dem Spielfeld bereit. Auf dem Festplatz in Möttingen herrscht Ausnahmezustand: Es ist die 20. Ausgabe des Rieser Bude-6–Kampfs.

Die Veranstaltung ist im Ries mittlerweile schon Tradition geworden. 16 Buden kämpften dieses Jahr in Möttingen um den Wanderpokal, der von der Ankerbrauerei gestiftet wurde. In sechs Spielen, in denen die verschiedenen Buden gegeneinander antreten, müssen sich die Jugendlichen in Sachen Geschicklichkeit, Ausdauer, Geduld, aber auch Teamgeist beweisen.

Der Veranstalter war dieses mal das Haisle Meade. „Das wir heuer den Bude-6-Kampf ausrichten, wussten wir schon seit zwei Jahren, als die Spiele damals in Maihingen waren“, sagt der Vorsitzende des Haisle Meade, Simon Ganzenmüller. Und der Vorlauf sei auch nötig, denn so ein Event stelle sich nicht allein auf die Beine. „Etwa eineinhalb Jahre haben wir das Festwochenende geplant“, erzählt Ganzenmüller. Denn es gab nicht nur den Bude-6-Kampf am Samstag, sondern ein ganzes Wochenende mit Festzelt, Bewirtung und Musik. Am Freitag wurde das Wochenende mit einer Black&White Party eröffnet, am Sonntag gab es einen Gottesdienst, Weißwurstfrühstück und eine Dorfolympiade. Am Abend wurde das Deutschland-Spiel übertragen, und die Band Rieser Lumpen sorgte für Stimmung im Festzelt. Doch im Mittelpunkt stand natürlich das Wettstreiten der Buden am Samstag.

Dafür gab es einen extra Spieleausschuss, der sich die ab und an etwas komplizierten und umfangreichen Spiele ausdachte. Patrick Lanzenstiel war mit verantwortlich, dass es die Buden nicht gerade leicht haben, zu gewinnen. „Die Ideen für die Spiele kamen, als wir gemeinsam im Haisle zusammen saßen“, sagt Lanzenstiel. Nach und nach wurden die Ideen immer ausgereifter. So kam es, dass Spiele wie „Schieb den Wal“ entstanden.

Bei diesem ersten Spiel, das draußen stattfand, wurde jeweils ein Mitglied der Bude auf einem Schwimmreifen von zwei seiner Mitspieler auf einer nassen Bahn nach vorne katapultiert. Wer über die Linie kam, musste mit einem Tennisball den Turm aus Blechdosen abwerfen, wobei dabei die Treffsicherheit des Öfteren zu wünschen übrig ließ. Das lag eventuell auch an dem Bier, das der Spieler zu Beginn trinken musste.

Nach dem zweiten Spiel draußen, wurde das Organisationstalent der Möttinger kurz auf die Probe gestellt. Das Unwetter fegte auch über das Ries und veranlasste, dass alle schnell ins Festzelt flüchteten, welches glücklicherweise standhielt. Doch niemand ließ sich die gute Laune nehmen, und die weiteren Spiele fanden im Zelt statt. Erst nach Mitternacht fand dann das entscheidende Finalspiel zwischen dem Juze Balge und der Education 94 Marktoffingen statt. Das Schulhaus Appetshofen gab sich mit seinem dritten Platz zufrieden. „Lieber dritter, als zweiter“, meint Matthias Frank. Sein Kumpel stimmt ihm zu: „Wir sind eh die Gewinner der Herzen.“

Nicht ganz so entspannt sahen das die Buden aus Balgheim und Marktoffingen, schließlich ging es jetzt um alles. Beim letzten Spiel bewies der Spieleausschuss des Haisle Meade noch einmal seine unerschöpfliche Kreativität. In einem Gitter, das mit hunderten von Luftballons gefüllt war, mussten die Finalspieler die drei Ballons finden, in denen sich Schlüssel befanden. Marktoffingen verschaffte sich einen Vorsprung und konnte alle drei Vorhängeschlösser öffnen. Danach mussten die Frauen ran und kleine Glühbirnen in Fassungen drehen, doch das durften sie erst tun, wenn ein Mitspieler es schaffte, eine Limo mit einem Strohhalm auszutrinken. Beim dritten Teil des Spiels, das Hochziehen einer Mitstreiterin an einem Flaschenzug, musste Education Marktoffingen noch einmal Stärke beweisen, doch dann stand fest:

Der Wanderpokal des 20. Rieser Bude-6-Kampfs geht an Education 94 Marktoffingen. „Wir fühlen uns wie die Könige“, sagt der Präsident der Bude in Marktoffingen, Peter Rauwolf. Zwei Mal waren die Marktoffinger jeweils auf dem zweiten Platz, dieses Jahr haben sie es endlich geschafft. „Das geilste Gefühl überhaupt“, sagt Rauwolf und umarmt seine Mitstreiter.

Doch es ist nicht nur der Sieg, der die Veranstaltung auszeichnet, sondern auch der Zusammenhalt der einzelnen Mannschaften. Der kann nächstes Jahr dann beim 21. Bude-6-Kampf in Schopflohe wieder bewiesen werden.

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