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Donau-Ries

07.06.2013

Nachts hilflos im Wald: 87-jähriger Mann stirbt

Auch ein Polizeihubschrauber suchte nach dem Vermissten.
Bild: Archiv/Heidi Källner

Die Suche nach einem 87-Jährigem fand im Donau-Ries ein dramatisches Ende. Der Mann wurde am Freitagvormittag gefunden und starb mittags im Augsburger Klinikum.

Eine Vermisstensuche in Schwörsheim fand ein dramatisches Ende. Ein 87-Jähriger, der eine Nacht hilflos in einem Waldstück lag und trotz groß angelegter Suchaktion erst am Freitagvormittag gefunden wurde, hat nicht überlebt. Er starb gestern Mittag im Klinikum Augsburg. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann bei einem Waldspaziergang einen Schwächeanfall erlitten hatte und sich nicht mehr helfen konnte.

Am Donnerstag gegen 21 Uhr hatte die Tochter ihren 87-jährigen Vater bei der Nördlinger Polizei als vermisst gemeldet. Er war am Nachmittag mit dem Fahrrad aufgebrochen und abends nicht zurückgekehrt. Das Fahrrad fanden Angehörige schließlich im Waldstück Talerholz östlich von Schwörsheim. Doch von dem 87-Jährigen fehlte jede weitere Spur.

Große Suchaktion

Die Polizei organisierte daraufhin eine Suchaktion. Mehrere Polizeistreifen und rund 150 Mann der Feuerwehren von Schwörsheim, Munningen, Megesheim, Wechingen und Oettingen suchten bis 23.15 Uhr in dem Waldstück. Darüber hinaus überflog ein Polizeihubschrauber das Gebiet mit einer Wärmebildkamera. Außerdem war die BRK-Rettungshundestaffel mit zwölf Hunden im Einsatz. Doch auch diese Suche musste gegen 2.30 Uhr erfolglos abgebrochen werden.

Nachts hilflos im Wald: 87-jähriger Mann stirbt

Am Freitagmorgen wurde die Suche fortgesetzt. Ein Personensuchhund der Polizei wurde eingesetzt. Inzwischen hatte ein 70 Jahre alter Bekannter des Vermissten erneut im Talerholz gesucht und den 87-Jährigen schließlich südlich des Weihers am Linichgraben entdeckt. Er war nicht ansprechbar.

Die Rettungskräfte wurden zur Fundstelle gelotst. Der Mann lag laut Polizei mitten im Wald abseits des Weges. Er befand sich in sehr kritischem Zustand und wurde nach waghalsiger Aktion des Piloten mit dem Rettungshubschrauber nach Augsburg gebracht. Raimund Pauli, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Nördlingen: „Der Pilot des angeforderten Rettungshubschraubers Christopher 32 aus Ingolstadt bewies viel Mut und Geschick bei seiner Landung im Wald an einem nur wenige Meter breiten Grünstreifen zwischen Weiher und den Bäumen.“ (RN)

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