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Landwirtschaft

13.04.2011

Neue Anlaufstelle für die Bauern

„Außerdem ist Rain ein prosperierender Agrarstandort ...“Frank Ruf, AGRO-Geschäftsführer
Bild: Foto: privat

AGRO Donau-Ries investiert zwei Millionen Euro in neue Niederlassung in Rain

Rain Der größte genossenschaftliche Agrarhändler der Region, die AGRO Donau-Ries GmbH, stellt sich neu auf. Bis Anfang 2012 wird sie in Rain eine moderne Niederlassung mit direkter Anbindung an den Gleisverkehr bauen. „Von der Straße auf die Schiene und Mehrwert für unsere Landwirte – das ist die Zielsetzung für die Zukunft“, so Geschäftsführer Frank Ruf.

Zwei Millionen Euro investiert die AGRO laut Pressemitteilung in den neuen Standort am Bahnhofsgelände in Rain. Er soll ab dem nächsten Jahr neue Anlaufstelle für Hunderte von Landwirten aus der Region werden. Egal ob Dünger, Futter, Saatgut oder Pflanzenschutz – der zentrale Standort bietet zahlreiche Vorteile, ist sich Ruf sicher: „Wir haben dann Lagerkapazitäten von über 4000 Tonnen und bringen viel mehr Tiefe ins Sortiment. Und höhere Umsätze und Mengen bedeuten auch stärkere Wirtschaftskraft, von der unsere Kunden profitieren können“, so der Geschäftsführer weiter. „Kleine Lagerhallen in jedem Dorf und dazu die günstigsten Preise – das geht leider nicht“, sagte Ruf bei einer Informationsveranstaltung vor circa 120 Landwirten aus der Region.

Mit dieser Neuausrichtung passe sich die AGRO den Herausforderungen des Strukturwandels in der Landwirtschaft an. Jedes Jahr gebe es 95 Betriebe weniger. Die verbleibenden Landwirte bewirtschaften aber immer größere Flächen und benötigen dafür hohe Mengen an Betriebsmittel wie Dünger oder Saatgut. „Das müssen wir vorhalten oder just in time liefern können – auch zu Stoßzeiten“, so der Geschäftsführer.

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Philipp Karmann, Vertreter der Gesellschafter der AGRO und Aufsichtsratsmitglied, bekannte sich als Repräsentant der Raiffeisenbanken auch weiterhin in aller Deutlichkeit zum Handel mit landwirtschaftlichen Betriebsmitteln: „Wir werden diesen Geschäftszweig unserer Banken auch für die Zukunft erhalten.“ Jetzt gehe es darum, ein modernes und leistungsstarkes Warenlager zu schaffen.

Für Rain habe man sich gemeinsam entschlossen, weil die Stadt zentral in diesem Bereich des Geschäftsgebiets der AGRO liege, eine optimale Infrastruktur biete und von überall gut angebunden sei – auch dank der neuen Umgehungsstraße. „Außerdem ist Rain ein prosperierender Agrarstandort, hier wird ‚Agrardeutsch‘ gesprochen“, so Geschäftsführer Ruf.

Neu ist die direkte Anbindung an das Schienennetz. Neben wirtschaftlichen Vorteilen sei der Güterverkehr auch umweltfreundlicher, weil weniger CO2 ausgestoßen werde. „Wir leben von und mit der Natur, da kann uns das Thema Umweltschutz nicht gleichgültig sein“, begründet der Geschäftsführer.

Für die meisten AGRO-Kunden, mehrere Hundert Landwirte aus der Region, bringe die Konzentration auf einen zentralen Standort deutlich mehr Vorteile als Nachteile, ist sich Ruf sicher. Einige Landwirte müssten etwas längere Wegstrecken in Kauf nehmen. Mehr als 15 Kilometer seien es aber nirgends. Das sei sicher zumutbar, zumal der Service deutlich ausgebaut werde, heißt es in der Pressemitteilung. Auch das vertraute Personal bleibe „vollständig an Bord“. Die vier kleinen Standorte sollen bis Ende des Jahres an den Gesellschafter, die Raiffeisenbank Rain, zurückgegeben werden. Der neue AGRO-Standort soll 2012 eingeweiht werden. (pm)

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