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25.03.2009

Neue Berechnung soll die Landwirte entlasten

Nördlingen/Sulzdorf (RN) - Mit der Begrüßung der Ortsbäuerinnen, der Ehrengäste Landrat Franz Oppel, Frau Zäh vom Amt für Landwirtschaft und Forsten, Marianne Weng, Vorsitzende des VlF, Kreisobmann Karl Wiedenmann und den Mitgliedern der Geschäftsstelle bzw. Kreisvorstandschaft eröffnete Kreisbäuerin Ruth Meißler die Frühjahrsversammlung der Ortsbäuerinnen in Sulzdorf.

Bisherige Regelung galt gleichen Strukturen

Neue Maßstäbe setzen die landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften ab 2010. Hauptänderung, so Martin Wunderlich, Spezialist für landwirtschaftliche Sozialversicherungen und Referent der Versammlung, sei der Weg vom Flächenwertmaßstab, der früher für die nahezu gleich strukturierten Betriebe gerechtfertigt war, hin zu einer Risiko bezogenen Maßstabsberechnung. Hierbei würden das Unfallrisiko, der Umfang des Arbeitseinsatzes, Fremdarbeiter, Tierhaltung, Lohnunternehmen usw. eher berücksichtigt.

Der Umstieg erfolgt stufenweise

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Konkret bedeute dies, dass der Umstieg in den sogenannten Arbeitsbedarfsmaßstab in Bayern stufenweise erfolgt. Erstmals werden die Versicherten die neuen Sätze ab 2010 in ihren Bescheiden finden, wobei die neue Berechnung zunächst nur 50 Prozent betrage und dann in Fünf-Prozentpunkte-Schritten den alten Modus Jahr für Jahr ersetze.

Unterstützt wurde diese Neufestlegung auch durch den Bauernverband, der die solidarische Ausrichtung mit Kostenentlastung, das heißt, finanziellen Vorteilen für alle aktiven Mitglieder sieht.

Mit großer Freude konnten der Erlös des Donau-Rieser Landfrauentags und die Einnahmen aus dem Küchleverkauf in einer Höhe von 2000 Euro der Klinikseelsorge der Krankenhäuser im Landkreis - stellvertretend waren Monsignore Kästle und Dekan Heidecker gekommen - überreicht werden.

Brisante Themen Franz Oppel ans Herz gelegt

In seinem Grußwort ging Kreisobmann Wiedenmann auf die EU-Wasserrahmenrichtlinie und die Ausweisung von Überschwemmungsgebieten ein. Er wies auf den "hohen Stellenwert" der Biber hin und appellierte an Landrat Oppel, die Landwirte gerade in den genannten Brennpunkten zu unterstützen. Die Biber machen den Bauern bekanntlich große Sorgen.

Positiv sah er die Beitragsstabilität bei der Tierseuchenkasse, die Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung betreffs Dieselsteuer und die Beihilfe bei Milch.

Auf kommende Aktionen aufmerksam gemacht

Meißler beendete nach weiteren Grußworten von Landrat Oppel und Frau Zäh vom Landwirtschaftsamt die Versammlung mit Hinweisen auf die bevorstehenden Termine und Aktionen in den kommenden Wochen: Kindertag auf dem Bauernhof, Tag der jungen Bäuerin (am 27. März in Harburg, Gasthaus "Zum Straußen", Beginn 10 Uhr), Aktionstag der Landfrauen auf der Rainer Gartenschau am 19. Juli, Angebote der Ernährungsfachfrau und Donau-Ries-Ausstellung in Donauwörth im September/Oktober.

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