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Krankenhaus

30.07.2019

Neue Oberärzte am Nördlinger Stiftungskrankenhaus

Am Stiftungskrankenhaus in Nördlingen arbeitet Professor Dr. Bernhard Kuch jetzt mit acht Oberärzten zusammen. Neu in der Klinik ist Dr. Thomas Niebauer.
Bild: Mörzl (Archiv)

In Nördlingen arbeitet Professor Dr. Bernhard Kuch jetzt mit acht Ober- und 17 Assistenzärzten zusammen. Pflegekräfte sollen auch aus dem Ausland angeworben werden.

Lange hat Professor Dr. Bernhard Kuch dafür gekämpft, adäquate ärztliche Ausstattung für seine Abteilung Kardiologie/Innere Medizin am Nördlinger Stiftungskrankenhaus zu bekommen. Inzwischen sei ihm dies gelungen, wie er bei einem Pressegespräch mit Landrat Stefan Rößle, gKU-Vorstandschef Jürgen Busse und der Gesamtpersonalratsvorsitzenden Sonja Kuban mit einer gewissen Erleichterung sagte.

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Er könne jetzt auf eine Mannschaft von acht Oberärzten und 17 Assistenzärzten zurückgreifen. Für die beiden Teilbereiche Kardiologie und Innere Medizin seien jeweils vier Oberärzte im Einsatz. Kuch zeigte sich erfreut darüber, dass es gelungen sei, mit Dr. Asslan Thahiraj (Kardiologie) und Dr. Attila Szakacs (Innere Medizin) zwei „Eigengewächse“ zu gewinnen. Von außen sei mit Dr. Thomas Niebauer ein erfahrener Kardiologe zum Team hinzugestoßen. Der Professor verwies auf die hohe Akzeptanz seiner Abteilung im gesamten Landkreis und darüber hinaus. Die Fallzahlen im Herzkatheter-Labor seien in den zurückliegenden Jahren stetig angestiegen und derzeit bei etwa 1800.

Landrat Rößle verteidigte den Beschluss des Verwaltungsrat des gemeinsamen Kommunalunternehmens (gKU), trotz der guten Fallzahlen die Abläufe in der Abteilung von Professor Kuch von einem externen Gutachter auf ihre Effizienz hin überprüfen zu lassen (wir berichteten). Laut Rößle habe die Expertise wertvolle Erkenntnisse geliefert. Dazu gehörten Vorschläge für eine zeitnahe Abrechnung der Fälle mit den Kostenträgern genauso wie eine bessere Abstimmung der zeitlichen Abfolgen innerhalb der Abteilung. „Je besser dies alles funktioniert, umso besser läuft die Arbeit des Pflegepersonals und der Ärzte zum Vorteil der Patienten“, so Rößle, der den Optimierungsprozess für noch nicht beendet hält. „Das Ganze ist noch ausbaufähig.“

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Pflegekräfte: Stellenplan wird voll erfüllt

Zufrieden äußerte sich Rößle mit der momentanen Personalausstattung bei den Pflegekräften. „Wir haben eine erfreuliche Entwicklung. Der Stellenplan wird voll erfüllt.“ Die 20 zusätzlichen Stellen, die mit den Kassen verhandelt seien und von diesen auch bezahlt würden, gingen über die Planstellen hinaus. Nicht vergessen werden dürfe in dem Zusammenhang die im vergangenen Jahr zur Verfügung gestellte knapp eine Million Euro, um die bestehen personellen Lücken beim Pflegepersonal mit 65 neuen Kräften zu schließen.

Personalratsvorsitzende Sonja Kuban zeigte sich ebenfalls weitgehend zufrieden mit der derzeitigen personellen Ausstattung der Kliniken im Pflegebereich. Sie erkenne die Bemühungen des gKU-Vorstandes, im Zusammenwirken mit dem Personalrat neue Kräfte zu rekrutieren durchaus an, sagte Kuban, um gleich hinzuzufügen: „Wir könnten aber noch mehr Personal gebrauchen und sind über jede zusätzliche Mitarbeiterin dankbar.“

Jürgen Busse nahm den Ball auf und kündigte an, künftig auch im Ausland nach Pflegekräften zu suchen. Dabei wolle das gKU neue Wege gehen. „Wie werden keine ausgebildeten Schwestern einstellen, sondern über das europäische Erasmus-Programm Schülerinnen in einer rumänischen Krankenpflegeschule unterstützen.“ In ihrem letzten Ausbildungsjahr würden die Schülerinnen für eine gewisse Zeit in eine der Donau-Ries-Kliniken kommen und dort ein Praktikum machen. Nach einem erfolgreichen Abschluss in Rumänien biete das gKU ihnen dann eine Beschäftigungsperspektive.

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