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Nördlingen

09.03.2021

Neuer Radweg am Ortsausgang von Nördlingen

Der Radweg, der derzeit durch den Parkplatz des Nördlinger Krankenhauses führt, soll verlegt werden
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Der Radweg, der derzeit durch den Parkplatz des Nördlinger Krankenhauses führt, soll verlegt werden
Foto: Dieter Mack

Plus Die Stadt will den Radweg, der derzeit durch den Parkplatz des Nördlinger Krankenhauses verläuft, verlegen. Denn dort gibt es immer wieder gefährliche Situationen, wenn Autofahrer rückwärts ausparken.

So mancher Radler freut sich auf dem Weg von Reimlingen nach Nördlingen, wenn er endlich oben ist, auf der Anhöhe vor dem Stiftungskrankenhaus. Dann geht es erst einmal ordentlich runter. Wer jetzt nicht bremst, kann ganz schön schnell werden. Und das kann doppelt gefährlich werden, denn die Radler queren den Parkplatz am Krankenhaus. Die Autofahrer wiederum müssen dort teils rückwärts ausparken. Doch diese Gefahrenstelle könnte bald beseitigt werden, der Radweg soll verlegt werden.

Los geht es gegenüber der Einfahrt in Richtung Hallenbad Nördlingen

Das hat der Bauausschuss beschlossen. Ordnungsamtschef Jürgen Landgraf erklärt im Gespräch mit den Rieser Nachrichten, wie: Begonnen werden soll gegenüber der Einfahrt in Richtung Hallenbad. Dort soll der Radweg an die Straße und vor die parkenden Autos verlegt werden. Nach den Glascontainern sollen die Radler auf den bisherigen Weg geführt werden, der am Rand der Marienhöhe entlangläuft. Anschließend geht es wieder in Richtung Straße, bis zum Mitarbeiterparkplatz des Stiftes. Landgraf sagt, man könne sich den neuen Radweg in diesem Bereich so ähnlich wie den in der Wemdinger Unterführung vorstellen. In den vergangenen Jahren habe es immer wieder kritische Situationen und Beschwerden gegeben, weil die Radler durch den Krankenhaus-Parkplatz fahren.

Radfahrer stirbt bei Unfall

Auch Polizeichef Walter Beck bezeichnet die Situation am Krankenhaus als „ungünstig und durchaus gefahrenträchtig“. Einen Unfallschwerpunkt gebe es dort allerdings nicht. Auch die Unfallentwicklung entlang der Oskar-Mayer-Straße sei in den vergangenen sechs Jahren eher unauffällig gewesen. Es hätten sich vier Unfälle ereignet, an denen Radler beteiligt waren. 2016 kam es zu einem Unfall auf dem Krankenhausparkplatz. Tragisch endete eine Kollision im Jahr 2012. Damals war ein Radler aus Richtung Reimlingen nach Nördlingen gefahren. Der Fahrer eines Kastenwagens hatte „In der Pfanne“ geparkt, fuhr rückwärts aus seinem Stellplatz und kollidierte mit dem Radler. Der erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen.

Parkplätze sollen verlegt werden

Im Bauausschuss des Nördlinger Stadtrates wurde über die Verlegung des Radweges diskutiert, weil die Fraktion Grüne/Frauenliste einen Antrag gestellt hatte, mögliche Fördermittel für Radwege auszunutzen. Daraufhin präsentierte die Stadtverwaltung verschiedene Projekte, beispielsweise die Radwege entlang der DON 5 und der DON 7 sowie den an der Oskar-Mayer-Straße. Jörg Schwarzer sagte, die CSU-Fraktion könne den weitgehend mittragen. Auch Rita Ortler (SPD) unterstützte die Verlegung. Markus Landenberger-Schneider (CSU) mahnte an, der Radweg müsse gut von der Straße abgegrenzt werden, sonst bekomme man ein Akzeptanzproblem. Er schlug genauso wie Dr. Susanne Gabler (SPD) vor, die Stellplätze „In der Pfanne“ zu verlegen. Markus Hager (Stadtteilliste) mahnte an, es sei wichtig, in Sachen Förderanträge „nichts zu verschlafen“.

Dr. Heinrich Richter (CSU) lehnte die Verlegung des Radweges ab. Unfallschwerpunkte hätten hohe Priorität. Den Weg zum Stift nutze er selbst regelmäßig, das Problem sei dort die nicht angepasste Geschwindigkeit der Fahrradfahrer. Mit einem Neubau spare man zudem keinerlei CO2 ein.

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