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Kommunalpolitik

23.07.2019

Neuer Riesbürger Rat stimmt Fotovoltaikanlage zu

Der neue Riesbürger Gemeinderat (vorne von links): Sabine Walke, Heike Rühl, Barbara Schäble, Gabriele Hala, Franziska Brenner, (mittlere Reihe von links): Julian Schwarz, Helmut Gritzbach, Florian Gabler, Jochen Aschenbrenner, (hinten von links): Max Feige, Thilo Albath und Bürgermeister Willibald Freihart. Auf dem Bild fehlt Klaus Puchinger.
Bild: Bernd Schied

Bei der ersten Sitzung werden neue Stellvertreter für Bürgermeister Freihart gewählt.

In der Gemeinde Riesbürg hat sich der neu gewählte Gemeinderat konstituiert. Fünf der zwölf Mitglieder sind Frauen. Dem Gremium gehören vier Neulinge an. Zum Ersten Stellvertreter von Bürgermeister Willibald Freihart wurde Helmut Gritzbach (Utzmemmingen) wiedergewählt. Neuer Zweiter Stellvertreter ist Klaus Puchinger (Pflaumloch). Die Wahlen erfolgten ohne Aussprache per Handzeichen.

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Eine weitreichende Entscheidung traf der Gemeinderat gleich zu Beginn der neuen Wahlperiode mit der Zustimmung zum Bauantrag für die viel diskutierte Freiflächen-Fotovoltaikanlage auf zwei insgesamt 1,3 Hektar großen Grundstücken am östlichen Ortsrand von Pflaumloch entlang der Bahnlinie Aalen-Nördlingen (wir berichteten). Wenngleich die endgültige Baugenehmigung das Landratsamt Ostalbkreis zu treffen hat, gilt das einstimmig erteilte gemeindliche Einvernehmen als Durchbruch für das Projekt und als positives Signal an die beiden privaten Investoren, die im Herbst mit dem Bau beginnen wollen.

Gegenüber den bisherigen Debatten gibt es allerdings eine bedeutende Änderung: Die Module dürfen aufgrund der Bodenbeschaffenheit des Geländes nur 2,90 Meter hoch gebaut werden. Der Bebauungsplan sieht eine Höhe von bis zu 3,80 Meter vor, von der ursprünglich auch die Bauherren ausgegangen waren. Ein von ihnen beauftragtes Bodengutachten kam jetzt zu dem Ergebnis, dass der Untergrund aus statischen Gründen nur eine Modulhöhe von 2,90 Meter erlaube.

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Vor diesem Hintergrund wollte Bürgermeister Freihart unabhängig vom Baugesuch den bereits beschlossenen Bebauungsplan für das Gelände entsprechend abändern. Dafür verweigerte ihm allerdings die Mehrheit der Gemeinderatsmitglieder die Gefolgschaft. Acht Räte stimmten dafür, weiterhin 3,80 Meter als Richtgröße stehen zu lassen. Drei Räte enthielten sich, darunter auch zum großen Erstaunen der Zuhörer im Sitzungssaal der Bürgermeister. Sie gingen davon aus, dass Freihart nach seinem nachdrücklichen Plädoyer für eine Bebauungsplanänderung dann konsequenterweise auch gegen die Beibehaltung der ursprünglichen Höhenangabe der Module stimmt, wie sie nach der Sitzung gegenüber unserer Zeitung erklärten. Anna Urban vom zuständigen Planungsbüro Kläre riet von einer Änderung ab, auch wenn jetzt niedriger gebaut werde. Ihre Begründung: Für den Fall einer Erweiterung der Anlage in einigen Jahrzehnten würde man sich ein erneutes, aufwendiges Bebauungsplanverfahren mit all seinen Facetten sparen. Vizebürgermeister Helmut Gritzbach sagte: „Nach all den Diskussionen und der Kritik, die es am Gemeinderat gab, sollten wir keine Veränderungen mehr vornehmen und das Ganze zum Abschluss bringen.“

Die geringere Modulhöhe dürfte auch der unmittelbaren Anliegerin Marlies Schleicher zumindest teilweise entgegen kommen. Wie berichtet, hatten Schleicher und ihr Lebensgefährte Günther Hahn immer wieder darauf gedrängt, die Module niedriger zu bauen.

Vergeben hat der Gemeinderat verschiedene Aufträge für den Neubau des Bauhof- und Feuerwehrgebäudes in Pflaumloch in Höhe von rund 371800 Euro.

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