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Wohnen

27.09.2019

Neues Baugebiet in Ederheim

Wo jetzt noch Bäume stehen, soll bald ein neues Wohngebiet am westlichen Ortsrand von Ederheim entstehen. Der Bereich gilt wegen seiner Hanglage als besonders attraktiv.
Bild: Joost Godts

Plus Die Fläche liegt verkehrsgünstig. Zudem handelt es sich um eine Hanglage.

Im kommenden Jahr muss die Gemeinde Ederheim viel Geld in die Hand nehmen. Zum einen steht die Kanalsanierung im Ortsteil Hürnheim an, die die Kommune nach derzeitigen Berechnungen rund 782000 Euro netto kosten wird. Auf der anderen Seite soll das neue Wohngebiet „Westliches Ederheim“ mit 19 Bauplätzen erschlossen werden, dessen Kosten bis dato noch nicht berechnet sind. Am Mittwochabend gab der Gemeinderat grünes Licht für beide Großprojekte.

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Das Baugebiet entsteht auf einer knapp zwei Hektar großen gemeindeeigenen Fläche am Ortseingang aus Richtung Bundesstraße 466. Es hat eine Hanglange mit einem Gefälle im nördlichen Teil von bis zu 17 Prozent und gilt dadurch als besonders attraktiv. Im südlichen Bereich sind es etwa fünf Prozent. Der Großteil des Geländes ist allerdings eben. Die künftige Zu- und Abfahrt erfolgt über die Kreisstraße unmittelbar nach der bestehenden Verkehrsinsel, die dafür um einige Meter verkürzt werden soll.

Nach Angaben von Joost Godts vom gleichnamigen Planungsbüro aus Kirchheim am Ries will die Gemeinde zwei- und dreigeschossige Häuser mit Sattel- oder versetzten Pultdächern erlauben. Die durchschnittliche Größe eines Bauplatzes liegt bei 750 Quadratmetern. Jedes Grundstück soll mit einer Zisterne ausgestattet werden, um das Regenwasser nach den jeweiligen Bedürfnissen optimal nutzen zu können.

Neues Baugebiet in Ederheim

Diplom-Ingenieur Reinhard Pfost vom Ingenieurbüro Pfost aus Ostfildern-Nellingen erläuterte dem Gemeinderat ein von ihm noch detailliert zu entwerfendes Entwässerungskonzept für das Areal. Pfost sieht nach eigenen Angaben keine allzu großen Probleme. Sobald das Konzept fertig sei, werde er es dem Gemeinderat samt Kostenberechnungen vorlegen. Über den Winter könnten dann die entsprechenden Arbeiten ausgeschrieben werden. Auf Vorschlag von Bürgermeisterin Caroline Zehnpfennig-Doleczik votierten die Gemeinderäte einstimmig für die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens für das Baugebiet „Westliches Ederheim“ in Form des nach dem Gesetz erforderlichen Aufstellungsbeschlusses.

Das zweite anstehende Großvorhaben der Gemeinde, die Sanierung des Kanalsystems in Hürnheim, hat Reinhard Pfost mit Kosten von 1,8 Millionen Euro brutto veranschlagt. Vom Staat könne Ederheim mit einem Zuschuss von 1,027 Millionen Euro rechnen, sodass die Gemeinde einen Eigenanteil von knapp 800000 Euro tragen müsse. Dies seien rund 250000 Euro mehr, als ursprünglich angedacht. Weil Untersuchungen jedoch ergeben hätten, dass auch die Kanäle im Hürnheimer Unterdorf saniert werden sollten, habe sich die Summe erhöht, erklärte Bürgermeisterin Zehnpfennig die Kostenmehrung. Die meisten Schäden im vorhandenen Trenn- und Mischsystem würden die Regenwasserkanäle aufweisen, sagte Ingenieur Pfost. Um die staatlichen Fördermittel zu erhalten, müsse das Projekt bis Ende 2021 abgeschlossen sein.

Ohne große Diskussion zugestimmt haben die Gemeindevertreter der Einführung von Tempo-30-Zonen im nördlichen Wohngebiet Ederheims. Im Einzelnen handelt es sich um die Straßen Am Lindle, Hartweg, Ahornweg, Bogenweg, Eichenweg, Buchenweg und am Tannenberg. Anwohner hatten dafür Unterschriften gesammelt.

Der südliche Bereich des Ortes ist bis auf die Thalmühlstraße bereits seit geraumer Zeit Tempo-30-Zone. Die Bürgermeisterin kündigte an, zeitnah auch die Straße zur Thalmühle als solche auszuweisen.

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