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Nicht ausreizen, was an Weihnachten erlaubt ist

Christof Paulus
Kommentar Von Christof Paulus
04.12.2020

Zehn Personen dürfen Weihnachten zusammen feiern. Für viele dürfte es aber möglich sein, die großzügigen Regeln nicht auszunutzen – und im kleinen Kreis zu feiern.

Keine drei Wochen sind es mehr bis Heiligabend, in Nördlingen ist der „Adventszauber“ gestartet, der den aufgrund der hohen Infektionsgefahr abgesagten Weihnachtsmarkt ersetzen soll, und am Sonntag ist zweiter Advent*. Weihnachten naht. Wie und mit wem wir feiern können, war lange unsicher. Bis die Bundesregierung vorgab: Treffen mit bis zu zehn Personen sind erlaubt. Für manche mag das wie eine Erlaubnis zur großen Feier klingen. Doch nicht alles, was man tun darf, muss man tun.

Natürlich hat Recht, wer sagt, es gehe keinen etwas an, wie andere Weihnachten feiern. Niemand hat reinzureden, wenn es darum geht, was unterm Baum liegt, auf dem Tisch steht oder an den Fenstern hängt. Auch pauschale Urteile darüber, mit wem andere die Feiertage verbringen, sind unangebracht. Doch wenn es um die Gesundheit aller geht, ist es richtig, dass der Staat Grenzen setzt – und dass diese nicht ausgereizt werden.

Viele Rieser stellen sich auf Weihnachten im kleinen Kreis ein

Es gibt Spielraum, zum Beispiel für Familien mit erwachsenen Kindern oder die aus persönlichen Gründen auf mehrere Angehörige nicht verzichten möchten. Das ist zu respektieren. Doch bei den meisten Menschen ist die Situation anders: Für sie ist ein Fest mit einer Handvoll Personen ein machbarer Verzicht, vielleicht gar normal.

Antworten unserer Leser zeigen uns: Viele im Ries sehen das genauso und stellen sich auf ein ruhiges Weihnachten ein, im kleinsten Kreis. Das ist gut so. Für alle anderen gilt, noch einmal zu überdenken, ob die Besuche am ersten und zweiten Weihnachtstag nicht im neuen Jahr möglich sind? Oder Silvester heuer nicht auch zur kleinen Familienrunde werden kann? Der kleine Finger reicht. Es muss nicht die ganze Hand sein.

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*In einer früheren Version dieses Artikels war anstelle des zweiten vom dritten Advent die Rede. Wir bitten dies zu entschuldigen.

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